Ab 1. August modernisierte und neu geschaffene Ausbildungsberufe im Handwerk

Die Handwerkskammer Schwerin weist darauf hin, dass im Handwerk ab dem 1. August 2007 in zwei neuen Ausbildungsberufen ausgebildet wird.

Um dem Bedarf der Baubranche nach einer qualifizierten Erstausbildung für die Instandsetzung und Sanierung von Bauwerken gerecht zu werden, wurden zwei Berufe mit einer Ausbildungsdauer von zwei Jahren (Fachkraft für Holz- und Bautenschutzarbeiten) bzw. drei Jahren (Holz- und Bautenschützer) neu geschaffen.

Während bei dem zweijährigen Beruf überwiegend allgemeine Tätigkeiten des Holz- und Bautenschutzes anfallen, erlernen die Auszubildenden im dritten Ausbildungsjahr spezielle Sonderverfahren. Diese Sonderverfahren sind so umfangreich, dass die Auszubildenden sich im dritten Jahr entweder für die Fachrichtung Holz- oder die Fachrichtung Bautenschutz qualifizieren können.

Ausbildung zum Bestatter hat Probezeit bestanden

Andere, bereits ausgebildete Handwerksberufe wurden modernisiert, um sie den veränderten Bedingungen der jeweiligen Branchen anzupassen. Der relativ neue Beruf der Bestattungsfachkraft wurde 2003 probeweise in Kraft gesetzt, da zunächst befürchtet wurde, die jungen Auszubildenden könnten im Umgang mit Verstorbenen und Hinterbliebenen überfordert sein. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die Auszubildenden gut mit den berufsspezifischen Belastungen umgehen konnten. Dieser Ausbildungsberuf wird daher zum 1. August unbefristet in Kraft gesetzt. Im nächsten Schritt soll zudem eine Verordnung erarbeitet werden, die es ermöglicht, die Meisterprüfung im Bestattungsgewerbe abzulegen.

Traditionelle Berufe gehen mit der Zeit

Den technisch anspruchvollen Ausbildungsberuf des Brauers und Mälzers gibt es seit 1936 und er wurde bereits 1995 neu geordnet. Da die bestehende Ausbildungsordnung die betriebliche Wirklichkeit nur noch bedingt widergespiegelt hat, wurde eine erneute Überarbeitung notwendig. Bei der Modernisierung wurden insbesondere Neuerungen im Bereich der Prozesssteuerung und -technik sowie die zunehmende Bedeutung von Biermixprodukten und alkoholfreien Getränken berücksichtigt.

Aus Kälteanlagenbauer wird Mechatroniker

Im Handwerksberuf des Kälteanlagenbauers hat sich insbesondere die Mess-, Steuer- und Regelungstechnik in den letzten Jahren grundlegend weiterentwickelt, Kundenbeziehungen haben sich gewandelt. Änderungen in den Ausbildungsinhalten bringen häufig auch eine Änderung der Berufsbezeichnung mit sich. So wird dieser modernisierte Beruf ab dem 1. August unter der Bezeichnung Mechatroniker für Kältetechnik geführt.

Informationen zu allen Ausbildungsberufen im Handwerk gibt es im Internet unter www.hwk-schwerin.de und bei den Ausbildungsberatern der Handwerkskammer Schwerin, Telefon: 0385 / 7417-172, -173.


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