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Aktion „Kulturschutz“ [x] in Schwerin

Theatermitarbeiter und engagierte Bürger organisieren Proteste gegen Sanierungsplan am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, der den Abbau von 79 Arbeitsplätzen vorsieht

Seit dem Bekanntwerden von Auszügen aus dem Sanierungsplan für das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin organisieren sich eine große Zahl der Mitarbeiter des Hauses aus allen Sparten und Abteilungen gemeinsam mit engagierten Bürgern im Aktionsbündnis „Kulturschutz [x]“. Der Sanierungsplan sieht u.a. den Abbau von 79 Arbeitsplätzen vor, das entspricht ungefähr einem Viertel der Beschäftigten. In den vergangenen Tagen fanden als Zeichen des Protestes zahlreiche öffentliche Aktionen statt. Weitere Aktionen sind bisher bis zum 26. März 2012 geplant, dem Tag, an dem in der Stadtvertretersitzung über den Sanierungsplan entschieden werden soll. Seit kurzem gibt es eine eigene Website unter der Adresse www.theater-schwerin-kulturschutz.de, die aktuelle Informationen, Veranstaltungs-hinweise und Videos zum Thema bietet.

Die Hauptaktion findet am 26. März um 16 Uhr auf dem Schweriner Marktplatz statt, bei der alle Bürger nach der Arbeit ihren Wunsch zum Ausdruck bringen können, dass am Theater kein Kahlschlag beschlossen werden soll. Zu dieser Aktion haben sich online bereits mehrere hundert Personen angekündigt. Das Aktionsbündnis „Kulturschutz [x]“, hofft, dass sich noch viele weitere „Theatersympathisanten“ vor dem Rathaus einfinden, in dem die Stadtvertretersitzung ab 17 Uhr stattfindet. Bereits am Samstag, den 24. März 2012 veranstaltet  „Kulturschutz [x]“ ein großes Kinder-Straßenfest für Familien, die ihre Unterstützung für das Theater kundtun möchten, mit Mal- und Bastelaktionen, Straßentheater sowie Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr auf der Schweriner Schlossbrücke und der Burgsee-Promenade.

Am vergangenen Sonntag (18. März) lud Chordirektor Ulrich Barthel alle Sangeswilligen auf den Alten Garten zu einem öffentlichen „Singen für‘s Theater“ ein. Am heutigen 20. März fand um 10.30 Uhr ein „Protestmarsch der Puppen“ vom E-Werk des Mecklenburgischen Staatstheaters vorbei am Rathaus und dem Bildungsministerium bis zur Staatskanzlei statt, denn laut Sanierungsplan soll das Puppentheater im E-Werk ebenfalls eingespart werden. Mit dabei waren zahlreiche Puppenspieler mit ihren Puppen, u.a. Antje Binder, Annette Wurbs, der Kiepenkasper und Conni Unrauh.

Für den 23. März ist eine Scheckübergabe geplant, bei der 79 Cent – gespendet von 79 Mitarbeitern des Theaters – für den geplanten neuen Plenarsaal an Landespolitiker übergeben werden sollen. Am Abend ist ab 19.00 Uhr eine Projektion mit Mitarbeiterportraits am Theatergebäude auf dem Alten Garten zu sehen. In der Marienplatzgalerie sind im Laufe der Woche mehrere spontane Flashmob-Aktionen vorgesehen, über die man sich auf der Website der Aktion Kulturschutz oder über Facebook informieren kann.

Die Aktion „Kulturschutz“ bedankt sich für die vielfältige Unterstützung vieler Aktivisten, insbesondere auch bei der Schweriner Druckerei Digital Design und der Agentur Adani, die kostenlos Plakate gestaltet und gedruckt haben sowie bei „Seitenmanufaktur“ für die Erstellung der Internetpräsenz.

Quelle: Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin


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