Am 25. März wird der Tag der Lohngerechtigkeit begangen

Frauen verdienen durchschnittlich 23 Prozent weniger als Männer

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – die Forderung ist alt, aber in Deutschland ist sie noch immer hochaktuell: Die  Einkommensunterschiede  zwischen Frauen und Männern stagnieren  bei 23 Prozent, wie die Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland damit weiterhin einen der hinteren Ränge ein. Um gegen die vielfältigen Ursachen dieser Einkommensunterschiede vorzugehen, hat das nationale Aktionsbündnis für Entgeltgleichheit zu einem weiteren tag der Lohngerechtigkeit („Equal Pay Day“)  am 25. März 2011 aufgerufen. „Equal Pay“ verleiht der Forderung nach „gleicher Bezahlung“ Nachdruck.  Die vor allem in Deutschland so verfestigten Rollenstereotype von Frauen und Männern sollen dabei im Mittelpunkt stehen.

Traditionelle Rollenbilder beeinflussen nicht nur die Aufgabenverteilung in den Familien, sondern auch das Berufswahlverhalten von Mädchen und Jungen. So sind die Berufsbiographien von Frauen nach wie vor durch längere familienbedingte Erwerbsunterbrechungen gekennzeichnet, was zu Einbußen bei Gehalt und Karriere führt. Frauen arbeiten in hohem Maße in Minijobs, in Teilzeit und erreichen deutlich seltener Führungspositionen. Das derzeitige Steuer- und Sozialversicherungsrecht nährt zudem althergebrachte Rollenverteilungen, indem es immer noch die Alleinverdiener-Ehe fördert. Dies geschieht zum Beispiel durch die beitragsfreie Ehegattenmitversicherung in der Kranken- und Pflegeversicherung und die nach wie vor unzureichende Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsarbeit. Zudem ist es nötig, die Ausgestaltung des steuerlichen Ehegattensplittings auf den Prüfstand zu stellen.

Der Aktionstag findet bundesweit genau an dem Tag statt, bis zu dem Frauen im Verlauf eines Jahres praktisch unentgeltlich arbeiten, weil sie im Schnitt 23 Prozent weniger  verdienen.

Um auf diese Situation aufmerksam zu machen, ruft die Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Schwerin, Petra Willert, zu einer Plakataktion am „Equal Pay Day“ auf. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow und Petra Willert werden zu diesem Anlass m Stadthaus ein Plakat zur Entgeltgleichheit anbringen. „Ich würde mich freuen, wenn sich neben dem Schweriner Frauenbündnis viele Einrichtungen und Institutionen an der Aktion beteiligen“, sagt Petra Willert.
Plakate sind im Stadthaus erhältlich.

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin


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