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ASK fordert 200.000 € für Stadtgeschichtsmuseum

Aktion Stadt und Kulturschutz: Freiwerdende Gelder nach Verkauf der Schwimmhalle Lankow sinnvoll nutzen!

Die Abrissbirne war schon auf dem Gelände der Schwimmhalle Lankow. (Bild: ASK)Nachdem der Abriss der alten Schwimmhalle Lankow bereits feststand – auf einen Investor mit realistischem Nachnutzungskonzept hatte man in der Stadtvertretung lange Zeit nicht zu hoffen gewagt – kam es letztendlich doch zu einem Verkauf. Der Architekt Ulrich Bunnemann vom Architektenbüro „Schelfbauhütte“ will die Schwimmhalle und teilweise den angrenzenden Parkplatz zu einem Gesundheitszentrum (mit kleinem Schwimmbecken und Sauna) umgestalten. Auch eine Umnutzung zu Wohnzwecken ist geplant. Dem Verkauf stimmte der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Liegenschaften letztendlich am 17. Dezember zu. Wie die Stadt informierte, verpflichte sich der Käufer die Sanierung des Gebäudes entsprechend der Abstimmungen mit den Fachbereichen für Denkmalpflege bzw. Stadtentwicklung durchzuführen.

 

80.000 € Einnahme und 200.000 Abbruchskosten gespart

In diesem Zusammenhang erklärt Die Aktion Stadt und Kulturschutz (ASK), die bis zuletzt gegen den Abriss des aus ihrer Sicht schützenswerten Gebäudes eintrat: „Somit erkennt die Landeshauptstadt nun also doch den Denkmalschutz an. Durch die Anerkennung des Denkmalschutzes vermindert sich auch die Gefahr einer hohen Strafzahlung wegen eines eventuellen Verstoßes gegen das Denkmalschutzgesetz Mecklenburg Vorpommern.“ Laut ASK liege der Verkaufspreis des Areals zwischen 80.000 und 90.000 €. Zudem soll das Bauprojekt innerhalb der kommenden 4 Jahre abgeschlossen sein. Die Informationen gingen aus einem „Nicht öffentlichen“ Beschlusstext hervor, so die ASK.

 

Gelder für Konzeptentwicklung eines Stadtgeschichtsmuseums

Da die Landeshauptstadt nun nicht mehr für etwaige Abrisskosten aufkommen muss – der ASK zufolge rund 200.000 € – fordert das Bündnis nun einen „vernünftigen Umgang“ mit den freigewordenen Geldmitteln. Es regt an, die freigewordenen Gelder in die Konzeptentwicklung eines Stadtgeschichtsmuseums zu investieren. „Ein Tragfähiges und vor allem realisierbares Konzept kann man sich einiges kosten lassen. Denn schließlich soll es nicht nur bei einem Konzept für ein Stadtgeschichtsmuseum bleiben. Inhalt des Konzeptes soll nun auch eine Finanzplanung sein. Dies sei nur fair. Schließlich hat die Stadt nun einen außerplanmäßigen Überschuss, den es sinnvoll einzusetzen gilt“, so die Aktion Stadt und Kulturschutz.

Einen entsprechenden Vorschlag wolle die ASK in der Januarsitzung den Stadtvertretern unterbreiten. Vorher soll dies noch auf der nächsten ASK-Sitzung am 4. Januar mit den Mitgliedern und Gästen besprochen werden. Diese findet in der „Alten Brauerei“ am Ziegelsee, Schall und Schwenke Weg 18, statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

 

red


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