Ausstellung im Stadthaus begleitet Schweriner Christopher-Street-Day

Porträts und Beiträge von afrikanischen Transsexuellen

Eine Ausstellung von Amnesty International eröffnete Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow am Dienstag (5. Juni) im Stadthaus. „Proudly African & Transgender“ zeigt Porträts und Beiträge von afrikanischen Transsexuellen. In der Ausstellung von Gabrielle Le Roux, die bis zum 31. Juli zu sehen ist, werden die Porträts von transgeschlechtlichen Männern und Frauen in Botsuana, Burundi, Kenia, Namibia und weiteren afrikanischen Ländern gezeigt. Transgeschlechtliche Menschen waren in Afrika lange Zeit zum Schweigen verurteilt.  Sie waren unsichtbar – so, als ob sie nicht existieren würden. Heute sprechen einige von ihnen, sie zeigen ihre Gesichter. „Ausstellungen wie diese zeigen einmal mehr, wie vielschichtig unser Leben sein kann“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Am 7. Juli wird auch in Schwerin der Christopher-Street-Day mit einem Straßenfest begangen. Die Ausstellung bildet den passenden Auftakt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Berührungsängste abzubauen.“

Überall auf der Welt werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Identität diskriminiert, misshandelt, vergewaltigt, inhaftiert, gefoltert und ermordet. Als Teil des weltweiten Amnesty-Netzwerks setzt sich Amnesty International mit seiner Gruppe Queeramnesty für die Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender weltweit ein. Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind wesentliche Bestandteile der Persönlichkeit. Sich offen und frei dazu bekennen zu können, zählt damit zu den Kernbereichen des Menschenrechtsgedanken.
Die Künstlerin Gabrielle Le Roux wurde in London geboren und wuchs in Südafrika auf. Das derzeitige Schaffen von Le Roux verbindet Porträtmalerei mit Narrationen gelebter Erfahrungen. Sie engagiert sich seit mehr als zwei Jahrzehnten auf internationaler Ebene gegen Rassismus, Sexismus sowie Homo- und Transphobie.

Die Ausstellung war bisher unter anderem in  Berlin, München und Wien zu sehen.

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin


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