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Bauarbeiten am Großen Moor starten Ende September

„Ende September werden die Bauarbeiten am Großen Moor starten“, dies kündigt Bernd Nottebaum, Baudezernent der Landeshauptstadt an. Der Fahrplan für den grundhaften Ausbau der Straße steht.

Knotenpunkt Grüne Straße (Foto: LHS)

Im Zuge der Gespräche mit der Interessengemeinschaft und der weiteren Planung ergab sich eine zeitliche Teilung der Baumaßnahmen Großer Moor und Schlachtermarkt. In einem 1. Bauabschnitt wird der Große Moor grundhaft erneuert. Dieser Bereich umfasst die Fußgängerzone zwischen Puschkin- und Landesrabbiner-Holdheim-Straße.

Darüber hinaus hatte die Stadtvertretung die Verwaltung beauftragt, vier Wochen vor der Ausschreibung eine weitere Planungsvariante des grundhaften Ausbaus zu erstellen. Diese sollte ausschließlich unter den Aspekten Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Nutzung der Straße die tatsächlich notwendigen Mindestkosten ermitteln. Nicht zu betrachten war, die touristische Attraktivität zu steigern. Die preisgünstige Variante liegt nun vor. Sie geht von ca. 70.000 Euro unter den bisher geschätzten Baukosten von 208.500 Euro aus.

„Der Unterschied resultiert aus den gewählten Oberflächenmaterialien“, so Dr. Bernd-Rolf Smerdka, Fachdienstleiter Verkehrsmanagement. In der ursprünglichen Variante wird der Große Moor als Fußgängerzone entsprechend der schon ausgebauten innerstädtischen Straßen wie z.B. Puschkinstraße, Schloßstraße oder Mecklenburgstraße angelegt. Dabei werden in den Nebenanlagen Betonplatten aus Sandstein in Gelb und in der Fahrbahn geschnittenes Natursteinpflaster verbaut. In der funktionalen Variante werden in den Nebenanlagen Betonrechteckpflaster ingrau und in der Fahrbahn Asphalt eingebaut. Diese Variante hat allerdings keinerlei gestalterischen Anspruch. Sie hebt sich deutlich von bisher gebauten Straßen im gesamten Innenstadtbereich ab. Grundlegend wird diese reine Funktionalvariante von der unteren Denkmalbehörde abgelehnt.

„Aus Gestaltungsgründen und dem einheitlichen Erscheinungsbild in der Fußgängerzone, das einen akzeptierten Standard verkörpert, beabsichtigen wir, die bisherige Vorzugsvariante, also den bisherigen Fußgängerzonentyp, auch hier fortzusetzen“, so Bernd Nottebaum, Baudezernent der Landeshauptstadt. Mit Baunebenkosten wird die Maßnahme ca. 250.000 Euro kosten. „Da hier eine Fußgängerzone vorliegt, werden die beitragsfähigen Kosten nicht zu 75%, sondern nur zu 55% umgelegt werden müssen, so dass sich die Umlage auf ca. 137.000 Euro beläuft. Dabei werden die größeren Summen von der städtischen Wohnungsgesellschaft getragen, so Dr. Smerdka. „Auf Basis der Vorplanungskosten liegen die Beiträge für private Eigentumswohnungsbesitzer daher voraussichtlich zwischen einigen hundert Euro bis rund 3.500 Euro“, streicht Nottebaum heraus.

In der Fußgängerzone wird nach Abschluss der Arbeiten die Anzahl der Bäume auf 14 erhöht. Da in der Vorplanung noch keine Klarheit hinsichtlich des Erhalts des Baumbestandes vorlag, konnten noch keine Aussagen getroffen werden. In der derzeit laufenden Entwurfsplanung wurden Varianten zum Erhalt der vorhandenen Bäume untersucht, die Gesichtspunkte Bauanfang, Bauzeit und zusätzliche Baukosten geprüft und beurteilt. „In Abwägung aller Belange muss festgehalten werden, dass ein Erhalt der vorhandenen Bäume nicht realisierbar ist, denn die Leitungsarbeiten würden dann die Umsetzung der Gesamtmaßnahme im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen nicht zulassen“, so Lutz Nieke, von der SAE.

Bei der Abstimmung mit den Anliegern konnte die Verwaltung verschiedene Wünsche aufgreifen. Der Runde Tisch soll auf Anregung der Initiative am Ort verbleiben, außerdem sollen möglichst Baumscheiben wie auf dem Alten Markt zum Einsatz kommen.

 

Quelle: LHS

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