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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Beim Saison-Finale Bronze gesichert

Die Damen des Schweriner SC nach dem Meistertitel 2009 nun Bundesliga-Dritte – Nachgefragt bei Berit Kauffeldt

Die deutschen Volleyball-Meisterinnen 2009 wurde es zwar 2010 nicht wieder. Aber gänzlich unzufrieden dürften die SSC-Damen nicht sein, auch wenn in dieser nicht alle Blüten-Träume reiften.

Im DVV-Pokal wurde immerhin das Halbfinale erreicht, aber leider unglücklich mit 2:3 gegen Dresden verloren. Im Europapokal sorgte man für viel Furore, kam ins Viertelfinale, brachte im Hinspiel in Italien Yamamay Busto Arsizio, den späteren CEV-Sieger, beim 2:3 an den Rand der Niederlage, verlor jedoch zu Hause mit 1:3.

Lange sah es in der Bundesliga auch nach einer Wiederholung der Meisterschaft aus, aber im Endspurt ging dann doch etwas die „Puste“ aus. Aber Gemach: DVV-Halbfinale, Europapokal-Viertelfinale und Meisterschafts-Bronze – das hat doch ebenfalls Charme und ist zugleich Ansporn, 2011 wieder „goldig“ anzugreifen !

Zum letzten Punktspiel der Saison 2009/2010 am 8.Mai gegen den VfB Suhl waren noch einmal mehr als 1500 Volleyball-Fans in die neue Arena am Lambrechtsgrund gekommen und wurden nicht enttäuscht. Mit 3:1 bezwangen die SSC-Damen das Team aus Suhl. Damit war Rang drei endgültig perfekt – hinter dem neuen Meister Rote Raben Vilsbiburg und dem Vize-Meister 1.VC Wiesbaden.

Nachgefragt bei SSC-Spielerin Berit Kauffeldt, Jahrgang 1990, U 20-Weltmeisterin und Nachwuchs-Sportlerin des Jahres 2009 in Mecklenburg-Vorpommern

„Mit dem SSC möchte ich noch viel erreichen !“

Frage: Der SSC wurde in dieser Saison in der Bundesliga Dritter, im Europapokal konnte das Viertelfinale erreicht werden und im DVV-Pokal gelang der Einzug ins Halbfinale. „Auf dem ersten Blick“ eine gute Bilanz. Aber beim SSC ist man eher Titel und Pokale gewohnt … Wie beurteilen Sie die Saison 2009/10 ?!

Berit KauffeldtBerit Kauffeldt:
Die Saison muß man schon sehr differenziert bewerten. Unsere Resultate im Europapokal waren – insgesamt betrachtet – durchaus sehr zufrieden stellend, immerhin erreichten wir die Runde der besten Acht. Letztendlich schieden wir gegen die späteren Siegerinnen von Yamamay Busto Arsizio aus.

Im DVV-Pokal hätten wir natürlich gern das Finale in Halle/Westfalen erreicht, gern die dortige einmalige Atmosphäre genossen. Aber so ein unglücklich verlaufenes Halbfinalspiel wie gegen Dresden ist manchmal leider möglich. Man erwischt halt einen nicht so guten Tag, das Glück ist einem nicht hold.

Dann geht auch so ein Spiel durchaus verloren. Sehr enttäuscht sind wir allerdings über den dritten Platz. Wir standen so dicht vor der Titelverteidigung, haben diese so knapp verfehlt. Das ist schon bitter. Die Niederlage gegen Wiesbaden war der „Knackpunkt“ für die verlorene Meisterschaft. Ich persönlich freue mich auch über den dritten Platz, aber Meister zu werden, ist natürlich ein ganz anderes Gefühl.

Frage: Sie selbst stehen im Kader der deutschen Frauen-Nationalmannschaft für das renommierte internationale Turnier in Montreux im Juni – gemeinsam mit den SSC-Spielerinnen Anja Brandt, Janine Völker und Denise Hanke. Sind Sie zuversichtlich, am Ende auch wirklich dabei zu sein ? Außerdem sind die Frauen-WM in Japan der volleyballsportliche Höhepunkt: Fiebern Sie einem dortigen Einsatz schon entgegen ?

Berit Kauffeldt: Ich gehe schon davon aus, in Montreux dabei zu sein. Zwar hatte ich mit dem Bundestrainer noch keinen weiteren Kontakt, bin jedoch zum Lehrgang eingeladen und rechne schon mit einer Berücksichtigung. Auch die WM im Japan ist ein Ziel, das ich sehr gern erreichen möchte. Sich mit den besten Teams und Spielerinnen messen zu können, wäre schon eine tolle Erfahrung.

Frage:
Die neuen deutschen Volleyball-Meisterinnen kommen aus Vilsbiburg. Was zeichnet die neuen nationalen Titelträgerinnen aus ?

Schweriner SCBerit Kauffeldt: Die Roten Raben sind in schwierigen Situationen ganz einfach cooler, nervenstärker sowie abgeklärter. Sie hatten bis zum Ende der Saison den breiteren Kader, mußten nicht so wie wir einige Abgänge im Laufe der Spielzeit hinnehmen. Im Endeffekt waren sie dadurch auch stabiler und wurden so verdient neue Meisterinnen.

Frage: Seit März hat der SSC mit der ARENA eine neue Spielstätte. Manchen fehlt jedoch die gemütliche, wenn auch oftmals zu enge Volleyball-Halle. Die Atmosphäre ist oftmals nicht mehr so einzigartig. Sind Sie zufrieden mit der ARENA ?

Berit Kauffeldt: Auf jeden Fall. Die ARENA ist doch top, sehr modern und bietet einen super Service. Ich empfinde die Stimmung und Atmosphäre auch in der neuen Spielstätte phantastisch. Ich möchte die ARENA jedenfalls nicht mehr missen. Wir brauchten schon allein für unsere internationalen Herausforderungen diese Halle und bei den meisten Spielen „platzte“ die alte Halle ja aus allen „Nähten“. Nein, nein, die ARENA ist klasse.

Frage: Welche Ziele – neben dem Volleyball-Parkett – haben Sie für die nächsten Monate ?

Berit Kauffeldt: Zunächst ziehe ich innerhalb Schwerins um – das wird schon eine logistische Herausforderung. Einpacken, Auspacken und möglichst nichts verlieren … Dann widme ich mich meinem Studium, wobei die nächste große Herausforderung dort im September auf mich wartet.

Frage: Schwerin hat eine lange Tradition im Volleyballsport. Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist Volleyball in Schwerin „im Trend“. Es gab viele nationale Titel und Pokale, Olympiamedaillen, EM-Titel, weitere EM-Medaillen und WM-Teilnahmen für Schweriner Spielerinnen.

Anfang Juni wird in Schwerin außerdem groß gefeiert – mit dem festlichen Umzug aus Anlass der 850-Jahrfeier, wobei dort auch der Sport eine Hauptrolle spielt. Volleyball und Schwerin – was ist das für Sie persönlich ?

SSC VolleyballerinnenBerit Kauffeldt:
Volleyball in Schwerin – das ist mein Leben. Für mich ist der Schweriner Sportklub der professionellste Volleyball-Verein in Deutschland. Hier wird alles getan, damit der Volleyballsport eine gute Heimstätte hat. Und das – wie die Erfolge zeigen – schon seit Jahrzehnten.

Ich möchte jedenfalls – falls ich irgendwann einmal die Ambitionen hege – nie zu einem deutschen Verein wechseln. Wenn man national etwas lernen will, gibt es nichts Besseres als Schwerin. Neue Spielweisen sowie Spielkulturen würde ich dann schon bei einem ausländischen Verein kennen lernen wollen. Aber erst einmal fühle ich mich in Schwerin sehr, sehr wohl. Mit dem SSC möchte ich noch viel erreichen.

Alles Gute und weiterhin maximale Erfolge !

Marko Michels

– Die Top 8 der Bundesliga im Damen-Volleyball in der Spielzeit 2009/10

1.Rote Raben Vilsbiburg    – 44:8 Punkte – 73:26 Sätze
2.1. VC Wiesbaden – 44:8 Punkte – 69:35 Sätze
3.Schweriner SC     – 42:10 Punkte – 69:24 Sätze
4.Dresdner SC (Pokalsieger) – 40:12 Punkte – 67:26 Sätze
5.Allianz Volley Stuttgart – 38:14 Punkte – 61:32 Sätze
6.VfB Suhl – 32:20 Punkte – 57:40 Sätze
7.VT Aurubis Hamburg – 30:22 Punkte – 56:44 Sätze
8.USC Münster – 30:22 Punkte – 54:48 Sätze

Fotos:
1.Berit Kauffeldt im Gespräch. Michels
2.Das SSC-Team 2010. Schweriner SC
3.Die SSC-Mannschaft vor dem Europapokalspiel gegen Bukarest. Michels


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