Benennung eines Behindertenbeauftragten abgelehnt

UB-Fraktion enttäuscht über Entscheidung der Stadtvertretung

 

Die Fraktion Unabhängigen Bürger wollte mehr Aufmerksamkeit für Menschen mit Behinderungen in der Landeshauptstadt erreichen. Ihr Vorschlag: Die Landeshauptstadt Schwerin sollte einen Behindertenbeauftragten bestellen, der innerhalb der Verwaltung als zentraler Ansprechpartner für alle Belange behinderter Menschen fungiert. Der Antrag wurde nun nach monatelangen Ausschussdiskussionen abgelehnt.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass vor allem die drei großen Fraktionen unserem Vorschlag nicht gefolgt sind. Was in vielen Städten geht, nämlich ein Nebeneinander von ehrenamtlich arbeitenden Beiräten und hauptamtlichen Behindertenbeauftragten in den Verwaltungen, scheitert in Schwerin. Menschen mit Handicap haben offenbar in der Stadtpolitik keine ausreichend große Lobby“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen, Silvio Horn.

Der Behindertenbeirat – in dem alle Fraktionen vertreten sind – hatte hingegen ein überwältigend klares Votum für die Initiative der UB-Fraktion abgegeben und in seiner Stellungnahme zu dieser Thematik herausgestellt, dass dieser nicht in der Lage sei, Hilfeleistungen und Beratungen durchzuführen und es dringend Unterstützung durch einen städtischen Behindertenbeauftragten bedürfe. „Angesichts der immer größer werdenden Gruppe der Behinderten – allein in Schwerin mittlerweile knapp 23.000 Menschen – ist die ehrenamtliche Unterstützung nicht mehr zeitgemäß“, so die Vorsitzende des Behindertenbeirates, Angelika Stoof.

 

Quelle: UB


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