Blaue Schafe weiden auf der Schwimmenden Wiese

Friedensherde macht am 4. und 5. Mai in Schwerin Station

Blaue Schafe auf grünem Grund vor der märchenhaften Kulisse des Schweriner Schlosses  – dieser Anblick wird bestimmt eine Augenweide.  Am  4. und 5. Mai ist eine etwa hundertköpfige Schafherde in der Landeshauptstadt  zu erleben. Sie wird auf der Schwimmenden Wiese im Burgsee weiden.  Die blaue Schafherde des Künstlerpaares Bertamaria Reetz und Rainer Bonk aus Köln und Rheinberg zieht bereits seit drei Jahren  durch Europa.  Die Aktion unter Schirmherrschaft des vormaligen EU-Parlamentspräsidenten Jerzy Karol Buzek ist nicht nur ein besonders originelles Fotomotiv, sie soll auch  Denkanstöße liefern. Erst bei genauerem Hinsehen ist erkennbar, dass es sich bei den blauen Schafen um jeweils identische  Figuren handelt. Die Gleichheit der Figuren transportiert eine zentrale Botschaft der Kunstaktion. Sie lautet: Alle sind gleich. Jeder ist wichtig.

„Jenseits aller ethnologischen, religiösen oder kulturellen Unterschiede werben unsere Blauschafe für ein friedliches Miteinander, für Toleranz und ein Wir-Gefühl, das auf der Wertschätzung des Anderen basiert“, so Rainer Bonk, der mit seinen blauen Schafen 2003 auch schon auf der Internationalen Gartenschau in Rostock zu Gast war.

Mehr als 50 Stationen hat die blaue Schafherde bereits zurückgelegt. Brüssel, Strasbourg, Berlin, Köln, Kiel, Venedig, Hannover, Linz, Düsseldorf, Brixen, Bozen, Essen, Münster – in jeder Stadt, die den blauen Schafen einen Weidegrund zur Verfügung stellt, lassen die Künstler eines der Kunststofftiere mit ihrer Botschaft zurück. „So entsteht nach und nach eine große Friedensherde, die alle Städte miteinander verbindet“, erklärt Bertamaria Reetz. Am Freitag um 11 Uhr wird Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow die blaue Schafherde  auf der Schwimmenden Wiese besuchen. Die Künstler wollen ihr dann eines der blauen Schafe mit der Botschaft „Alle sind gleich. Jeder ist wichtig“ als Geschenk an die Landeshauptstadt übergeben. „Schwerin unterstützt die Aktion der Friedensherde gern. Sie passt zu unserem Anliegen, Vielfalt, Toleranz und Demokratie als Grundfesten unserer Gesellschaft insbesondere vor Rechtsextremisten zu schützen“, so die Oberbürgermeisterin.

Übrigens können auch die Schwerinerinnen und Schweriner die Herde auf der Schwimmenden Wiese an beiden Tagen besuchen, fotografieren und mit dem Künstlerpaar ins Gespräch kommen. „Wir freuen uns auf die Besucher und werden an beiden Tagen bei der blauen Herde sein. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann  eines der Schafe für 120 Euro erwerben“, sagt die Künstlerin. Von den Erlösen bestreiten die Friedensschäfer ihre Reisekosten.

Natürlich wird die blaue Augenweide vor dem Schloss auch offiziell dokumentiert. Alle  „Weideplätze“ der Friedensherde sollen im Anschluss an die Aktion in einem Dokumentations-Katalog versammelt werden.

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin


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