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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Denkmalgeschützte Toilettenanlage an der Goethestraße wird saniert

Ab Montag Vollsperrung im Bereich Totendamm

Altstadt (SDS) – Seit den 90er-Jahren ist die Toilettenanlage mit den seitlichen Treppen und angrenzenden Mauern an der Goethestraße, Ecke Geschwister-Scholl-Straße geschlossen. In diesem Jahr soll sie wieder öffnen. Am Montag beginnt die umfangreiche Sanierung der ehemaligen Bedürfnisanstalt am Totendamm entsprechend des Denkmalschutzgesetzes zu einer modernen, behindertengerechten öffentlichen Toilette. Auf Höhe der Baustelle wird der Totendamm voll gesperrt.

Die Bauherrschaft wird im Auftrag der Landeshauptstadt Schwerin von der SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin übernommen. „Neben der öffentlichen Toilette am Schlachtermarkt schafft die Landeshauptstadt somit eine zweite Toilette im Altstadtbereich”, sagt Marlies Bachmann, verantwortliche Planerin bei der SDS. „Das Gebäude wird zunächst entkernt und die Decken müssen aus statischen Gründen erneuert werden”, so Bachmann weiter. Es wird mit neuen Materialien gearbeitet, die historische Gestaltung aber dabei aufgegriffen. Die beiden geschwungenen Treppenanlagen und gemauerten Wangen werden zudem aufgearbeitet. Die Fassade bleibt erhalten.

Die Sanierung wird zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” zu etwa 75 Prozent aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Bundesrepublik Deutschland sowie der Europäischen Union aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ gefördert.

Entstanden ist das Gebäude mit der Treppe im Jahr 1927. Die Entwürfe stammen von dem damaligen Architekten und Stadtbaurat Andreas Hamann, der dem Baustil der klassischen Moderne verpflichtet war. Dieser erhielt durch das norddeutsche Baumaterial – den Back- oder Ziegelstein – seine besondere Akzentuierung. „Die ehemalige Bedürfnisanstalt ist als ein gelungenes Beispiel seiner architektonischen Entwurfsauffassung anzusehen”, so Steffi Rogin von der Denkmalschutzbehörde Schwerin. SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek: „Diese Maßnahme trägt zur weiteren Verbesserung der touristischen Infrastruktur bei.”

Die Arbeiten werden bis voraussichtlich Ende November andauern.


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