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Der olympische Segelsport im Rückspiegel

Interview mit Franziska Goltz: Weymouth war ein Erlebnis …

Die olympische Segel-Regatta ist längst Geschichte. Für die australischen und britischen Seglerinnen und Segler wehten die Winde vor Weymouth besonders günstig. Großbritannien gewann die Länderwertung mit 33,25 Punkten, Australien war mit 3 x Gold, 1 x Silber hingegen das beste Team im Medaillenspiegel.

Auch eine gebürtige Schwerinerin, Jahrgang 1985, war Olympionikin der Segelsport-Wettkämpfe vor Weymouth: Franziska Goltz vom Schweriner Segler-Verein von 1894. Die ambitionierte Seglerin hatte sich dabei im vorolympischen Jahr 2011 bereits für die Spiele empfohlen, als 18. der WM, Deutsche Meisterin und Weltcup-Zweite bei der Kieler Woche. Und im olympischen Jahr gelang ihr dann auch die Qualifikation. Für Franziska waren vor Weymouth in ihrer Klasse, der Laser Radial, die „Medal-Races“ das große Ziel. Leider waren die olympischen Winde für die Schwerinerin nicht so günstig. Es wurde ein 26. Platz, wobei sie in der 8. Wettfahrt mit Rang fünfzehn die beste Platzierung schaffte. Es war allerdings auch ein hochklassiges Feld mit 41 Teilnehmerinnen aus 41 Ländern.
Vorn platzierten sich letztendlich Xu Lijia (China) vor Marit Bouwmeester (Niederlande), Evi Van Acker (Belgien), Annalise Murphy (Irland), Alison Young (Großbritannien), Gintare Scheidt (Litauen), Sari Multala (Finnland) und Paige Railey (USA).

Dennoch kann und darf die Studentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit ihren Leistungen durchaus zufrieden sein – mit 27 Jahren ist sie ohnehin im besten Segel-Alter. IN Rio 2016 kann die olympische Segel-Welt schon wieder ganz anders aussehen.

Nachgefragt bei Franziska

„Das war einfach gigantisch!“

Frage: Die Olympischen Spiele liegen bereits drei Wochen zurück. Wie lautet dein Resümee – sportlich und persönlich?

Franziska Goltz: Sportlich gesehen bin ich natürlich mit dem Ausgang nicht zufrieden. Leider musste ich zwei Rennen aufgeben, da die Jury meinte, ich hätte etwas Unerlaubtes gemacht. Aber es sollte wohl einfach nicht sein. Dafür war es ein unglaubliches Erlebnis und ich bin stolz dabei gewesen zu sein.

Frage: Wie beurteilst du das ganze „Drumherum“ – Stimmung, Zuschauer, Bedingungen? Was war für dich das ganz Besondere an den Spielen?

Franziska Goltz: Die Stimmung war einfach „der Hammer“. Im Team, im Dorf, im Hafen, die Volunteers… Alle haben für gute Stimmung gesorgt. Ein besonderes Erlebnis für mich war der Einmarsch ins Stadion zur Eröffnung und zur Abschlussfeier. Das war einfach gigantisch! … Und: Im Leichtathletikstadion zu sitzen und das deutsche Team zu unterstützen, sich das Finale der Hockey-Männer live anzuschauen. Das sind alles so viele schöne Erlebnisse, die alles andere wieder vergessen lassen.

Frage: Was sind nun deine nächsten Ziele?

Franziska Goltz: Jetzt sind erst einmal wieder andere Sachen wichtig. Freunde und Familie stehen an erster Stelle. Mitte Oktober geht es an die Uni zum Studium, welches schon eine Weile geruht hat. Allerdings werde ich noch dieses Jahr die Deutsche Meisterschaft Ende September in Schwerin mitsegeln.

Frage: Zurzeit findet auch die paralympische Segel-Regatta vor Weymouth statt. Wie beurteilst du die Leistungen der Seglerinnen und Segler mit Handicaps?

Franziska Goltz: Es ist immer wieder beeindruckend, wenn man dabei zuschaut. Nicht zuletzt: Wenn man die Leute und ihr Geschichte kennt, wie sie damit umgehen… Einfach stark! Ich ziehe den Hut vor solchen Leistungen.

Dann alles erdenklich Gute weiterhin  – persönlich, sportlich und studentisch!

Marko Michels


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