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Diakoniewerk Neues Ufer legt Grundstein für Wohnheim in Schwerin-Lankow

Zukünftige Bewohner planen mit

Den Grundstein für ein Wohnhaus für 23 Menschen mit Behinderung legte das Diakoniewerk Neues Ufer am Montag, dem 04. September. Rund 1,2 Millionen Euro werden für das zukünftige Zuhause von 23 Menschen mit Behinderung investiert – neben Bund und Land ist auch die Aktion Mensch als Förderer angefragt.

Gelebte Integration
„Für uns ist dieses Projekt ein weiterer Schritt in Richtung Integration von Menschen mit Behinderung – mitten in der Gesellschaft“, betont Diakoniewerks-Geschäftsführer Bernd Budde. Und diese Integration beginnt nicht erst mit dem Einzug: Dreizehn zukünftige Bewohner waren von Anfang an in die Planungen einbezogen. Der 24-jährige Andy Nösler ist einer von ihnen. Er wird mit seiner Verlobten, Johanna Pohl, hier einziehen. „Meine Idee war, dass wir einen Fahrradschuppen brauchen werden – weil es doch keinen Keller gibt“, sagt der junge Mann nicht ohne Stolz. An Baubesprechungen haben die Bewohner teilgenommen, haben mit dem Architekten Frank Albers über die Farbgestaltung gesprochen und für heute diskutiert, was in den Kupferbehälter unter den Grundstein soll. Entschieden haben sie sich für Fotos der Bewohner, eine Zeitung vom Kirchentag, eine Tageszeitung, den Plan des Hauses, etwas Geld und eine aktuelle Ausgabe der Diakoniewerkszeitung „Uferzeit“.

Noch Platz für Menschen mit Körperbehinderung
Zehn Menschen mit körperlicher und dreizehn Menschen mit geistiger Behinderung finden nach Fertigstellung des zweistöckigen Baus im Sommer 2007 in der Rahlstedter Straße ein neues Zuhause. Die Bewohner werden in Einzelzimmern leben, ihnen stehen Gemeinschafts- und Therapieräume zur Verfügung. In einer Umfrage in den Wohnheimen des Diakoniewerks fanden sich bereits dreizehn Menschen zusammen, die zukünftig hier in der Stadt wohnen wollen – für Menschen mit Körperbehinderung sind noch einige Plätze frei.

Politik beim Wort nehmen
„Wir haben jetzt vor der Landtagswahl bei allen Parteien angefragt, was sie für die Integration von behinderten Menschen tun wollen. Wir haben gute Antworten bekommen und wollen angesichts dieses Projekts hier betonen: Wir leisten unseren Teil und werden die Politik beim Wort nehmen“, sagte Landespastor und Aufsichtsratsvorsitzender des Diakoniewerks, Dr. Hartwig Daewel, in seiner Rede zur Grundsteinlegung.

Spielplatz wird neu gestaltet
Eine besondere Überraschung boten die Kinder der Kita Lankower Spielhaus, auf deren Gelände das Wohnhaus entsteht: Sie sangen und tanzten ein zauberhaftes Programm für die vielen Gäste. Und obwohl durch den Neubau Kindergartenfläche verloren geht, so werden doch die verbleibenden 3.500 Quadratmeter ganz neu gestaltet und mit modernen Spielgeräten ausgestattet.


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