Ein ungewöhnliches Mahnmal wird in Schwerin eingeweiht

Für die Opfer der „Euthanasie“ in der ehemaligen „Heil-und Pflegeanstalt Sachsenberg“

Der seit Jahren geführte demokratische Diskurs im Ringen um eine transparente Aufarbeitung der furchtbaren Geschehnisse während der NS-Zeit in der ehemaligen „Heil-und Pflegeanstalt Sachsenberg“ in Schwerin gewinnt am 12. Juni mit der Einweihung eines ungewöhnlichen Mahnmals auf dem heutigen Gelände der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik an Intensität. Die Künstlerin Dörte Michaelis schuf „Ein-Zum-Nachdenken-Bewegendes“ Werk. Die bunten Keramikstelen sollen an die über 1000 Menschen erinnern, die von hier aus mit Bussen in die Vernichtungslager verbracht oder zwangssterilisiert wurden.

Hinter dem Verlangen, in Schwerin ein Gedenkzeichen zu errichten, stehen vor allem die Helios Kliniken, die Landeszentrale für Politische Bildung MV, die Vereine Politische Memoriale und der Freundeskreis Sachsenberg e.V. Viel zur Aufklärung über die Opfer von Zwangssterilisation und „Euthanasie“ haben besonders Professor Andreas Broocks, Ärztlicher Direktor der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik, sein Vorgänger Professor Michael Schmidt-Degenhard, sowie die Berliner Schriftstellerin Helga Schubert beigetragen.

Die Einweihung des neu geschaffenen Mahnzeichens für die Opfer der nationalsozialistischen Medizin auf dem Sachsenberg Schwerin findet am Donnerstag, 12. Juni 2008, von 15 bis 16 Uhr auf dem Areal der Carl-Friedrich-Flemming-Klinik (Südseite, Haus 11) statt, bei Regen im Festsaal, Haus 13.

Spenden sind weiterhin willkommen. Diese können auf das Spendenkonto „Freundeskreis Sachsenberg e.V.“ beim Kreditinstitut „Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG Schwerin“ (BLZ 10090603), Kontonummer 0003433021 eingezahlt werden. Wer eine Spendenquittung benötigt, muss bei der Überweisung seine vollständige Anschrift angeben.


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