Einführungsmatinee zur Operette „Der Bettelstudent“

Sonntag, 9. Januar 2011, 11.00 Uhr im Konzertfoyer des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin

Auch im neuen Jahr setzt das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin seine beliebte Reihe der Einführungsmatineen fort. Bevor am 21. Januar 2011 Carl Millöckers Operette „Der Bettelstudent“ im Großen Haus Premiere hat, gibt es am Sonntag, dem 9. Januar 2011 um 11.00 Uhr im Konzertfoyer ausreichend Gelegenheit, sich vorab auf unterhaltsame und kurzweilige Weise mit dem Werk vertraut zu machen.

Seinen Triumphzug über die Bühnen der Welt begann der an Ohrwürmern reiche „Bettelstudent“ schon gleich nach der Uraufführung im Dezember 1882 im Theater an der Wien. Musikalische Meisterschaft vereint sich hier mit einer brillanten Handlung, in der auf fast aberwitzige Weise private Ranküne und nationale Interessen in ein folgenreiches Wechselspiel geraten: Oberst Ollendorf, sächsischer Gouverneur Krakaus im besetzten Polen, kocht vor Wut: Als er jüngst auf einem Ball mit der schönen Laura Nowalska einen Flirt beginnen wollte und sie auf die Schulter küsste, verstand die dergestalt Geehrte dies doch tatsächlich als einen unsittlichen Antrag. Vor aller Augen schlug sie den kühnen Verehrer mit dem Fächer ins Gesicht. Für diese Schmach will sich Ollendorf bitter rächen, indem er der stolzen Laura einen armen Schlucker als Bräutigam unterjubelt. Er begibt sich zu diesem Zweck zum städtischen Gefängnis und findet dort mit dem Studenten Symon Rymanowicz einen geeigneten Kandidaten…

Seit der letzten Neuproduktion des „Bettelstudenten“ am Mecklenburgischen Staatstheater im Jahr 1989 ist viel Zeit vergangen. Mit Andreas Baesler konnte nun für die Neuinszenierung ein Regisseur mit nationalem und internationalem Renommee gewonnen werden. Er lehnt seine Inszenierung konzeptionell an den bekannten Film „Sein oder Nichtsein“ von Ernst Lubitsch (1942) an, der wiederum auf der Komödie „Noch ist Polen nicht verloren“ von Menyhért Lengyel basiert. Und auch Charlie Chaplins „Der große Diktator“ von 1940 stand Pate bei der Inszenierung. Beide Filme gelten als Meilensteine der Militarismus-Persiflage.

Wie die berühmten Filmklassiker für ihn zu Wegweisern für seine Inszenierung eines Operettenklassikers wurden, darüber wird Andreas Baesler in der Einführungsmatinee u.a. berichten. Für die interessierten Zuschauer gibt es im Vorfeld der Premiere exklusiv so manches weitere spannende Detail rund um die neue Produktion zu erfahren. In guter Tradition wird wieder die eine oder andere musikalische Kostprobe zu hören sein.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei


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