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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Erfolgreiche Ballspiele in MV

Sportives Gespräch mit einer sportlich-musikalischen Schwerinerin

Was für ein Spiel der Schweriner Volleyball-Damen am 1. Dezember in der ARENA am Lambrechtsgrund. Draußen klirrende Kälte und Schnee dank der eisigen „Katharina“, in der Halle ein heißes Spiel um Bundesliga-Punkte. Mit 3:1 gegen SV Sinsheim siegten die SSC-Damen um Julia Retzlaff, Berit Kauffeldt, Nadja Schaus & Co., wobei das Schweriner Team nicht über die gesamte Spielzeit überzeugte. Einem klaren 29:9 im ersten Satz, folgte ein 22:25 und auch das 25:22 im dritten Satz war mehr Kampf als Spiel. Im vierten Satz deuteten die Titelanwärterinnen zumindest partiell ihre Klasse an und siegten mit 25:18.
Alles in allem, ein schwerer Arbeitssieg für die SSC-Frauen. Aber gewonnen ist gewonnen.

Ulrike BorowskiAuch attraktiver, stimmgewaltiger Besuch war vor Ort. Ulrike Borowski, die Schweriner Powerfrau, war ebenfalls Beobachterin des Geschehens auf dem Parkett. Die Mecklenburgerin, selbst Beach-Volleyballspielerin, Gewinnerin des Talente Awards 2001 im Mecklenburgischen Staatstheater, liiert mit Manuel Rieke, dem deutschen Erfolgs-Volleyballspieler, und beruflich als Pharmazeutin  tätig, drückte natürlich den Schwerinerinnen die Daumen.

Post Schwerin siegte dann im zweiten Schweriner Ballspiel des Tages in der zweiten Bundesliga gegen die HSG Nordhorn mit 24:19 in einer ebenfalls heißen Partie in der Sport- und Kongreßhalle. Und am 5.12.2010 folgt ja Hansa …
Drei Spiele – erst einmal zwei und bald (bestimmt) drei Ballsport-Siege aus MV-Sicht!

Nachgefragt bei Ulrike Borowski, der sportiven Powerfrau aus Schwerin
… über ihr sportlich-musikalisches Leben, die Beachvolleyball-Ambitionen, ihren Freund, Volleyball-Ass Manuel Rieke, und die MV-Ballspiele Anfang Dezember

„Setze mir neue Ziele …“

Frage: Wie ist Ihre Meinung zum Bundesliga-Spiel Schweriner SC gegen VC Sinsheim?

Ulrike Borowski: Es war wieder einmal ein typischen Frauen-Spiel. Der erste Satz ging in beeindruckender Weise an den SSC, da spielten die Frauen von Trainer Tore Aleksandersen überragend, danach lief es für Schwerin überhaupt nicht. Glücklicherweise haben sie sich dann zum Ende des dritten Satzes gefangen und konnten dank ihrer spielerischen Klasse auch den vierten Satz gewinnen.

Es war aber ein echtes Wechselbad der Gefühle. Bei Frauen-Spielen würde ich nie irgendwelche Siegeswetten abschließen. Es kann zunächst alles super aussehen, aber dann kommt der große „Durchhänger“ … Alles ist dann möglich. Gerade Ballspiele bei Frauen sind unberechenbar. Sehr gut spielerisch gefallen, hat mir Patricia Thormann. Sie ist ja schon lange bei Schwerin dabei und sehr erfahren. Sie ist zudem sehr flexibel, hat ein gutes Auge und kann die jüngeren Spielerinnen mitreißen.

Frage: Und auch die Post-Handballer konnten am 1. Dezember ja in der zweiten Bundesliga punkten.

Ulrike Borowski: Ja, es war schon super, wie unsere Post-Handballer nach dem Pausenrückstand von 10:12 gegen die HSG Nordhorn noch zurück kamen und das Spiel klar mit 24:19 gewinnen konnten. Post Schwerin und Empor Rostock drücke ich als Mecklenburgerin natürlich immer die Daumen! Mal schauen, wie es dann für Hansa gegen Rot-Weiß Ahlen am Samstag laufen wird. Aber die Hansa-Kicker haben zurzeit ja einen fantastischen Lauf, die werden das „Ding schon schaukeln“.

Frage: Sie sind ja selbst, ballsportlich, aktiv – als Beachvolleyball-Spielerin. Wie läuft es da für Sie?

Ulrike: Mit dem Beachvolleyball hatte ich circa 2004 angefangen. Mein damaliger Freund, selbst Volleyballer, hatte mich damals dazu animiert. Das habe ich seitdem beibehalten, zumal mein aktueller Freund, Manuel Rieke, selbst erfolgreicher Hallen- wie Beachvolleyballer ist.

Manuel war mit dem SCC Berlin 2003 und 2004 deutscher Meister, war bei den Beach-Volleyball-Europameisterschaften der U 23 im Jahr 2003 Dritter und belegte den ersten Platz in der European  League. Er spielt gegenwärtig für die Netzhoppers Königswusterhausen als Zuspieler und Kapitän. Für die deutsche Nationalmannschaft hatte er schon 33 Einsätze. Zwar war er – auch aus familiären Gründen – bei den WM in Italien nicht mit dabei. Aber die DVV-Jungs haben sich auch ohne ihn sehr gut geschlagen mit ihrem 8. Platz.

Meine Ziele sind dabei eher breitensportlich angelegt. Ich spiele zwar das eine oder andere Turnier, aber insgesamt ist Beachvolleyball eher ein Ausgleich, ein Hobby für mich. Professionelle Ansprüche, wie Manuel, habe ich nicht. Dann hätte ich viel früher mit dem Volleyballsport in leistungssportlicher Hinsicht anfangen müssen.

Frage: Ulrike, Sie sind ja die „sportliche Gesangskönigin in Schwerin“. Sie waren beim Schweriner Gesangscontest im traditionsreichen „Achteck“ mit Basti Blond 1997 Siegerin, 2001 Gewinnerin des Talente-Awards im Mecklenburgischen Staatstheater und konnten zusammen mit Meryem Moutakkil als „Two Choice“ zahlreiche Erfolge feiert. Mit „Angel“ hattet ihr einen Sommerhit 2002 gelandet. Warum hört man musikalisch von Ihnen nichts mehr?

Ulrike Borowski: Man entwickelt sich im Laufe des Lebens ja in verschiedene Richtungen. Dann hat es sich eben so ergeben, dass ich letztendlich etwas „seriöser“ geworden bin … Tja, aber ernsthaft. Ich bin ja nun schon etwas reifer und „irgendwann“ ist die Bühne dann auch nicht mehr das „Wahre“. So gab ich meinem Leben noch einen anderen „Drive“, beschloss noch einmal die „Schulbank“ zu drücken und habe Pharmazie gemacht. Tja, ich bin also für die „Pharma-Industrie“ in Berlin, Brandenburg und in Mecklenburg-Vorpommern engagiert.

Frage: Wann kam dann der Entschluß, mit der Musik aufzuhören?

Ulrike Borowski: Das war im eigentlich erfolgreichen Jahr 2002. Ich hatte einen Hörsturz, lag deswegen 10 Tage im Krankenhaus. Es war damals ein ungemeiner Stress. Unser Studio war in Köln, mein Manager agierte in Rostock, meine Gesangspartnerin lebte in Berlin und unser Verlag war in München ansässig.

Und wo war „Uli“ – in Schwerin. Da war letztendlich so viel zu koordinieren, alles artete in totalem Stress aus, dass ich mir nach dem Hörsturz sagte: „Okay, Uli, dein Körper sagt NEIN. Jetzt muß Schluß sein !“ Zwar war ich noch eine Weile dabei. Ich habe dann allerdings die musikalische Karriere ausklingen lassen, alle Verträge noch erfüllt und noch die letzten Songs aufgenommen. Das krönende Finale war dann die „Rocky Horror Show“ am Mecklenburgischen Staatstheater für mich, denn ich wollte auch einmal bei einem Musical auftreten. Aber danach war dann definitiv „Feierabend“.

Frage: Sie sind engagierte Pharmazeutin, ambitionierte Beach-Volleyballerin, waren eine klasse Sängerin und sind nun werdende Mutti (Im 7. Monat schwanger mit einem Töchterchen!). Was nehmen Sie als „message“ aus Ihren verschiedensten Erfahrungsbereichen mit ins weitere Leben?

Ulrike Borowski: Zunächst – Das man für alles extrem hart kämpfen muß. Geschenkt wird einem nichts! Gerade in der Musik-Branche ist der Weg „nach oben“ alles andere als einfach. Wer es hier allerdings unbedingt will, der kann es auch schaffen. Man muß tatsächlich „über Leichen“ gehen, sich selbst hart beanspruchen und viel „trainieren“ und viel arbeiten. Nicht nur gesanglich, sondern auch tänzerisch. Man muß sich um Auftritte bemühen. Es ist eben alles sehr, sehr anstrengend.

Aber: Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg. Nur „irgendwann“ kommt der Punkt, ob im Sport oder im Musikgeschäft, da macht man für sich selbst eine Bestandsaufnahme und sagt sich: Okay, Du hast viele Erfolge gefeiert, Du konntest viele interessante Menschen kennen lernen, Du hattest schöne Stunden, aber nun soll auch ein „normales Leben“ her, mit ein wenig mehr „Ruhe“! Sicherlich sagen sich viele, Musik geht mir über fast alles. Und das bekommt man dann ebenfalls hin. Aber mir ist eine Familie halt wichtiger! Beides zusammen – Familie und Karriere – ist immens schwierig.

Außer: Man verdient eines Tages so viel Geld, dass man sich drei „Nannies“ leisten kann, dann geht es natürlich um einiges besser! So werden sich sowohl Manuel und als auch ich uns gemeinsam um den Nachwuchs kümmern. Nach der „Auszeit“ werde ich aber wieder in meinen Beruf einsteigen.

Frage: Sie gehören ja zur „goldenen Generation“ in Schwerin, heißt, es gab ja Ende der 1990er Jahre viele junge Power-Frauen in Schwerin, die von sich reden machten. Ich erinnere an Liane Hampl, Kinga Peters, Bianca Hamann, u.v.a.m. … Gibt es da noch Kontakte?

Ulrike Borowski: Ja, zu vielen gibt es in der Tat noch Kontakt. Liane, Kinga und Bianca sind inzwischen auch glückliche Muttis. Liane ist wie ich mit einem Volleyballer liiert. Bianca hatte übrigens einen Fußballer als Freund, sie habe ich über „Facebook“ wieder getroffen. Alle sind jedenfalls beruflich sehr engagiert.

Dann weiterhin persönlich, sportlich, beruflich und familiär alles Gute!

Interview und Fotos: Marko Michels


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