Erfolgreiche Rücknahme der Schwimmhallen in städtische Hand

Besucheranstieg in den städtischen Schwimmhallen

Seit dem 1. Januar 2009 betreibt die Landeshauptstadt die beiden Schwimmhallen in Lankow und auf dem Großen Dreesch wieder in eigener Regie. Fazit nach einem Jahr: Zahl der Besuche gesteigert und Kostenrahmen eingehalten.

„Insgesamt kamen 59.859 Besucher in beide Hallen. Das sind über 6.000 Schwimmer mehr als 2008“, zeigt sich Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow erfreut. Darüber hinaus nutzten etwa 89.000 Schülerinnen und Schüler sowie Vereinsmitglieder die Schwimmhallen für den Schul- bzw. Vereinssport.

Mit vielen Aktionen wie der Sonntagsöffnung auf dem Großen Dreesch, den Schwimmfesten und einem Malwettbewerb mit Grundschulen konnten die Schwerinerinnen und Schweriner und Gäste zum Schwimmen „gelockt“ werden.

„Anfänglich bestand eine große Skepsis, ob diese Aufgabe innerhalb der Verwaltung zu den bisherigen Kosten zu erfüllen sei. Nun zeigt sich, dass die engagierte Arbeit der Sportverwaltung und dem Schwimmhallenteam um Stefan Kuß erfolgreich war. Trotz Sonntagsöffnung der Dreescher Halle, allgemeiner Kostensteigerungen, größerer Bauunterhaltung und Personalkosten nach öffentlichem Tarif konnte der äußerst ambitionierte Finanzrahmen eingehalten und der geplante Zuschuss noch unterschritten werden. Rund 751.000 Euro Zuschuss (2008: 826.700 Euro) wurden für den Betrieb der beiden Hallen einschließlich nicht liquiditätswirksamer Kosten ausgegeben. Einwohnerbezogen ist dies ein Zuschuss von nur knapp 8 Euro je Einwohner“, erklärt Finanzdezernent Dieter Niesen. Ohne die kalkulatorischen Kosten, die nicht liquiditätswirksam sind, lag der Zuschuss bei rd. 597.000 Euro bzw. gut 6 Euro je Einwohner (2008: 662.100 Euro).

Einen Dank richteten Oberbürgermeisterin und Dezernent auch an all diejenigen, die durch zahlreiche Schenkungen wie Grünpflanzen oder Spielgeräte für ein schöneres Erscheinungsbild und Abwechslung in den Schwimmbädern gesorgt haben.

Für 2010 haben die zwölf Mitarbeiter der Hallen und die Mitarbeiter des Amtes für Jugend, Schule und Sport einen bunten Strauß weiterer Ideen entwickelt, um das Schwimmen und Baden in den bescheidenen Schweriner Hallen attraktiver zu machen. Geplant ist beispielsweise, wieder Spieltage speziell für Kinder anzubieten. Zwei Schwimmfeste sollen mit Unterstützung der Sportvereine durchgeführt werden. Saunaliebhaber wird es freuen, dass ein neues Aufgussverfahren eingeführt wird. Im Bereich Wassergymnastik sind neue Kurse geplant. In den Ferien sollen Schwimmkurse für Mädchen und Jungen angeboten werden.

Darüber hinaus nutzen ab dem neuen Jahr wieder zahlreiche Umlandschulen die beiden Schweriner Hallen für Ihren Schwimmunterricht. Nach der Schließung der Halle in Stern Buchholz wurden die Schwimmzeiten auf die beiden städtischen Schwimmbäder verteilt. „Wir konnten allen Schulen aus dem Umland ein Angebot unterbreiten“, erklärt Dieter Niesen, „Nach den ersten Schulschwimmwochen zeichnet sich ab, dass alles klappt und die Bedarfe der Schulen aus dem Umland bedient werden können.“


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