Erstmalig Deutscher Mannschaftsmeister in der Sportakrobatik

Mecklenburg-Vorpommern schickt den VfL Schwerin nach Mainz und wird nicht enttäuscht

Mainz – Zum ersten Mal holt Mecklenburg-Vorpommern in der Sportakrobatik den Deutschen Mannschaftsmeistertitel in den Norden. Zehn Bundesländer gingen in Mainz an den Start. Sachsen und Rheinland-Pfalz mit jeweils zwei Mannschaften. Während in anderen Ländern aufgrund der Vielzahl der Sportakrobatik-Vereine die Mannschaften aus verschiedenen Vereinen zusammengestellt wurden, verließ sich Mecklenburg-Vorpommern einzig und allein auf den VfL Schwerin. Die Sportakrobatinnen um Trainerin Karola Mevius setzten deshalb alles auf eine Karte und krönten mit einer sensationellen Leistung bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Jugend die erfolgreiche Siegesserie in 2012. 
Die sonst dominierenden Länder Würtemberg und Sachsen mussten sich geschlagen geben. Bis zuletzt ging es an der Spitze aber äußerst knapp und höchst spannend zu, nur zwei Zehntel entschieden am Ende über Gold und Silber. Lediglich ein halbes Zehntel lag zwischen der Bronze- und der Holzmedaille.

Julia Neumann und Noel Bohmann (26,450 Punkte) turnten als erste selbstsicher und nervenstark gegen das favorisierte Damenpaar der Konkurrenz. Doch die Wertung von 27,600 Punkten für die Übung der derzeitigen Akrobatikstars Sarah Haslinger und Lara Kielkopf aus Würtemberg war nicht zu toppen. Zu diesem Zeitpunkt war M-V auf Platz 3 in der Gesamtwertung. Die mitgereisten Schweriner feuerten ihre Mannschaft lautstark mit ihrem Motivationsruf „Toi, Toi, Toi“ an und machten damit deutlich, dass sie nach den grandiosen Auftritten bei der Deutschen Meisterschaft in Augsburg hier mehr als zuschauen wollten. Mitgerissen von dieser Euphorie überzeugte die Dreiergruppe mit Lisa Rutenkolk, Anna Maria Düsterhöft und Alina Runge nicht nur mit einer zauberhaften Ausstrahlung auf der Matte. Sie brachten mit 27,050 Punkten (Würtemberg 26,600 Punkte) die Mannschaft auch auf die Silberstufe. In der dritten Übung musste dann die Entscheidung her: Michelle Mausolf, Antonia Ristedt und Gofrahn Sol sorgten mit sensationellen 27,600 Punkten für die Führung. Da konnten auch die stark aufgestellten Würtemberger mit 26.700 Punkten nichts mehr reißen. Mit 81,100 Punkten (80,900 Würtemberg, 79.900 Sachsen) holten sie die begehrte Goldmedaille in die Landeshauptstadt. So kehrten die Schweriner trotz Nachtfahrt glücklich und voller Emotionen in den Norden zurück und traten dann am Sonntagmorgen sogar noch bei den Landessportspielen in Schwerin wieder an, um sich auch auf der Landesebene die Goldmedaillen für ihren Verein zu sichern.

maxpress


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