Flotows „Martha“ live aus Schwerin im Deutschlandradio

Am 18. April ab 19.05 Uhr zu empfangen …

MarthaAm Samstag, den 18. April 2009 überträgt Deutschlandradio Kultur ab 19.05 Uhr Friedrich von Flotows Oper „Martha oder Der Markt zu Richmond“ live aus dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.

Durch die bundesweite Ausstrahlung können Opernfreunde in ganz Deutschland die Schweriner Inszenierung miterleben. Zusätzliche Beiträge in dieser Sendung beschäftigen sich mit dem Leben des Komponisten, dem Theater sowie den Hintergründen der Produktion.

Gesprächspartner ist der Opern- und Generalmusikdirektor des Staatstheaters Matthias Foremny. Die im Februar gestartete Reihe „Oper in deutschen Ländern“ spiegelt die Vielfalt der deutschen Opernlandschaft wider.

Um dem Anspruch nach höchster klanglicher Qualität gerecht zu werden, müssen die Produktionen über mehrere Tage begleitet und technisch sowie organisatorisch bis ins Detail perfektioniert werden.

Hintergrund

Seit ihrer Uraufführung 1847 in Wien hatte Friedrich von Flotows Oper „Martha“ ihren festen Platz im Repertoire der Opernhäuser, und bis heute begeistern ihre Melodien, wie etwa die Arie „Ach, so fromm“ (mit der berühmten Zeile „Martha, Martha, du entschwandest“), das einer irischen Volksweise entlehnte Lied „Letzte Rose“ oder das so genannte „Porter-Lied“.

Doch Ende der 1960er Jahre erschien die „Martha“ – so wie viele andere deutsche Spielopern – vielen Theatermachern mit einem Mal als zu antiquiert für eine zeitgemäße Auffassung von Musiktheater. Prompt war die beim Publikum überaus beliebte Oper nun noch selten auf den Spielplänen zu finden. Auch die letzte Schweriner Inszenierung liegt nun immerhin schon über 25 Jahre zurück.

Dabei hat Schwerin einen besonderen Bezug zu Friedrich von Flotow: Schließlich war der gebürtige Mecklenburger hier von Dezember 1855 bis 1863 Intendant des damaligen Hoftheaters.

Mittlerweile jedoch sind es gerade Regisseure der jüngeren Generation, die sich wieder für die deutsche Spieloper begeistern und sie demzufolge mit Verve auf die Bühne bringen.

So konnte für die neue Schweriner „Martha“ der Berliner Regisseur Robert Lehmeier gewonnnen werden. Lehmeier befragt in seiner Inszenierung die im Grunde doch seltsame Liebesgeschichte von Harriet und Lyonel auf ihre Glaubwürdigkeit und gelangt dabei zu einer interessanten Schlussfolgerung.

Übrigens: Deutschlandradio Kultur ist in Schwerin über 95,3 MHz zu empfangen.

Foto:  Silke Winkler


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