Frau von falschem Polizisten in Schwerin angehalten

Unbekannter in Zivil zeigte weder Dienstausweis vor noch teilt er Namen oder Dienstrang mit

In der Nacht zu Sonntag ist eine 22-jährige Frau von einem „falschen“ Polizisten in Schwerin angehalten worden. Die Frau war mit dem Auto auf dem Weg von Cramonshagen (NWM) nach Schwerin, als sie bemerkte, dass ihr ständig ein bestimmter PKW folgte. In Schwerin in der Lübecker Straße  fuhr der Wagen schließlich neben der 22-Jährigen, eine rote Anhaltekelle wurde hochgehalten und der Frau signalisiert, dass sie ihr Fahrzeug stoppen solle.

Wie die Polizei mitteilte, hielt die Frau gegen 23:20 Uhr in der Robert-Beltz-Straße an. Aus dem Fahrzeug, welches augenscheinlich mit zwei Personen besetzt war, stieg ein Mann aus, welcher dann die Papiere der Frau kontrollierte. Als die 22-Jährige keinen Fahrzeugschein vorweisen konnte, teilte der Unbekannte der jungen Frau daraufhin mit, dass er dies jetzt eigentlich schriftlich ahnden müsse, er es bei einer solch hübschen jungen Frau aber bei Ermahnung belasse. Daraufhin entfernte sich der unbekannte Mann, der keine Uniform trug und weder Namen noch Dienstrang mitgeteilt hatte. Die Frau meldete diesen Vorfall schließlich der Polizei.

Die Polizei ermittelt nun wegen Amtsanmaßung und sucht Zeugen dieser Tat. Sachdienliche Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Personenbeschreibung:
Der Mann wird als ca. 23 Jahre alt, schlank mit kurzen schwarzen Haaren beschrieben. Er war bekleidet mit einer schwarzen Strickjacke mit grauem Muster, blauer Jeanshose und normalen Turnschuhen. Er und sein Beifahrer waren mit einem neuerem VW Passat mit NWM-Kennzeichen und abgeklebten Scheiben unterwegs.

Amtsanmaßung ist jedoch kein Amtsdelikt, sondern richtet sich gegen die Autorität der staatlichen Gewalt. Im deutschen Recht ist die Amtsanmaßung in § 132 StGB geregelt: „Wer unbefugt sich mit der Ausübung eines öffentlichen Amtes befasst oder eine Handlung vornimmt, welche nur kraft eines öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Daher gilt auch zur eigenen Sicherheit: Wer von Polizisten in ziviler Kleidung angehalten wird, sollte immer auf das Vorzeigen des Dienstausweises der Beamten bestehen. Wenn bei der Kontrolle etwas komisch erscheint und Zweifel zur Echtheit der Polizeibeamten bestehen, ist ein Anruf bei der örtlichen Polizeidienststelle oder der Leitstelle der Polizei unter Tel. 110 immer sinnvoll. Diese werden dann deren Rechtmäßigkeit überprüfen.


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