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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Fußball-WM: Serben überraschten Schweini und Poldi

5000 Fans feuerten DFB-Auswahl auf der Freilichtbühne in Schwerin an …

Public Viewing auf der FreilichtbühneWie groß die WM-Euphorie in der Landeshauptstadt ist, bewiesen die 5000 Fans beim Public Viewing im „WM-Außen-Stadion“, der Freilichtbühne in Schwerin. 5000 Zuschauer, darunter viele Vertreterinnen und Vertreter der „Generation 4-18“, die ihre „WM-After-School-Party“ am Schlossgarten zelebrieren wollten, feuerten die DFB-Auswahl frenetisch an. Leider vergeblich …

Public Viewing auf der FreilichtbühneStatt mit „Schweriner Pils“ wurde mit Rakija angestoßen. Serbien vermasselte der DFB-Mannschaft die WM-Party am 18.Juni und bezwang den dreifachen Weltmeister verdient mit 1:0.

Aber: Im Spiel lief letztendlich „alles“ gegen Bastian Schweinsteiger & Co. Eine Rote Karte für Miroslav Klose in der 37.Minute, viele riesige ungenutzte Chancen in der zweiten Halbzeit, ein Torgehäuse, das den deutschen Stürmern ständig im Weg war, ein Latten-Treffer von Khedira in der 45. Minute, ein vom serbischen Goalie gehaltener Elfer in der 60.Minute und ein übertrieben restriktiver Referee aus Spanien, der beide Seiten mit einer Vielzahl von gelben Karten bedachte. Und da Spanier, als geborene „Torreros“, eben auf Rot stehen, gab es die eben für Miro Klose dazu.

Public Viewing auf der FreilichtbühneDennoch: Die Schuld für die Niederlage auf den Referee zu schieben, wäre zu einfach. In den ersten 35.Minuten hatte das Team von Trainer Jogi Löw keine echte Tor-Chance, fand gegen die serbische Abwehr einfach keine Mittel. Wie meinte Tor-Titan Oliver Kahn zu Recht im ZDF nach dem Spiel: „So ein Spiel brauchte man auch mit zehn Mann nicht zu verlieren.“ Gleichwohl übte er an der Karten-Manie des Schiedsrichters herbe Kritik.

Allerdings hatte das deutsche Team neben dem Feldverweis von Miroslav Klose in der 37.Minute – dazu Jogi Löw: „Er (Miroslav Klose)  hätte hier vorsichtiger agieren müssen.“ – gleich kurz danach einen Gegen-Treffer (38.Minute) durch Milan Jovanovic zu verkraften.

Doch Bastian Schweinsteiger & Co. erholten sich schnell von diesem negativen Doppelschlag, erspielten sich in den zweiten 45 Minuten Möglichkeit auf Möglichkeit.

Aber selbst ein berechtigter Elfer in der 60.Minute, den Lukas Podolski schoss, aber am serbischen Torhüter Vladimir Stojkovic scheiterte, reichte für „Team Germany“ nicht zum erhofften Ausgleich.

Public Viewing auf der FreilichtbühneAm Ende hatte man sogar Glück, dass es nicht noch ein 0:2 gab, da Torschütze Milan Jovanovic in der zweiten Halbzeit nur den Pfosten traf.
Jedoch: Die bessere Chancen in der Gesamtzahl hatte die DFB-Mannschaft. „Es ist vieles gegen uns gelaufen in diesem Spiel.“, meinte Bundestrainer Jogi Löw nach der Begegnung. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Vielleicht nur, dass der serbische Trainer Radomir Antic seine Mannschaft sowohl taktisch als auch spielerisch bestens auf die Begegnung mit den deutschen WM-Favoriten einstellte. Nun gibt es in der Gruppe D echte „Endspiele“. Für Deutschland ist gegen Ghana am 23.Juni alles drin: „Sekt oder Selters“, „Fliegen oder siegen“, „Hoffen oder Bangen“.

Tja, die Ghanaer werden nun die große „WM-Hürde“, die es zu überwinden gilt.

Dabei hat man im deutschen Lager eher zwiespältige Erinnerungen mit Teams vom schwarzen Kontinent bei WM-Endrunden. 1970 gab es in der Vorrunde ein mühevolles 2:1 über Marokko, 1978 trennten sich Sepp Maier & Co. von Tunesien 0:0, 1982 verlor man gegen Algerien das erste WM-Spiel gegen Algerien mit 1:2, 1986 zitterte man sich mit einem 1:0 im Achtelfinale über Marokko weiter (Matthäus erzielte den einzigen Treffer kurz vor Schluß.) und 2002 folgte ein umkämpftes 2:0 gegen Kamerun, an dem vor allem Tor-Titan Olli Kahn den größten Anteil hatte, als er die Stürmer aus Kamerun mit seinen Paraden schier zur Verzweiflung brachte.
Ja, am 23.Juni gibt es einen „heißen WM-Tanz“ um den Einzug in das Achtelfinale !

Dann wieder auf zur Freilichtbühne am 23.Juni. Dieses Mal wird es bestimmt erneut etwas mit einem deutschen Erfolg !

Marko Michels

Fotos: Impressionen vom Public Viewing am 18.Juni in Schwerin. (M.Michels)


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