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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Geflügelpest: Infizierte Möve am Schweriner See gefunden

Landesweit keine neuen Nachweise bei Nutztieren – Keine Gefahr für den Menschen

Am Wochenende wurde in Hohen Viecheln, am Nordufer des Schweriner Sees, eine mit dem Geflügelpesterreger H5N8 infizierte Silbermöve aufgefunden. Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit, Landwirtschaft und Fischerei (LALLF) bestätigte die Viruserkrankung des Wildvogels. Derzeit ist die Probe, wie auch jene eines auf Rügen entdeckten Mäusebussards und zweier in Boltenhagen ausgemachter Mantelmöven, im Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) auf der Insel Riems zur Feindiagnostik.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus  Foto: © SPD

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus
Foto: © SPD

Das Nordufer des Schweriner Sees gehört bereits zu den fünf in Mecklenburg-Vorpommern eingerichteten Sperrbezirken bzw. Beobachtungsgebieten. Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt anlässlich des aktuellen Funds informiert, seien derzeit landesweit nur Wildvögel betroffen. Die Situation sei stabil. Neue Nachweise auf das H5N8-Virus in Haus- oder Nutztierbeständen gäbe es nicht, so Minister Dr. Till Backhaus.

Dennoch, so betonte Backhaus, müsse man auf das Schlimmste vorbereitet sein. „Die Ereignisse in Schleswig-Holstein zeigen, welche Dimension die Seuche auch in seuchenhygienisch sehr gut abgesicherten Geflügelhaltungen quasi über Nacht annehmen kann.“ Sein Appell an die Geflügelhalter: „Wir alle wissen, dass stets wiederkehrend mit Einbruch der kalten Jahreszeit das Geflügelpest-Risiko zunimmt. Bei Minusgraden wird das Virus im Boden oder im Eis konserviert und kann dort mehrere Wochen überdauern. Tierhalter müssen in diesen Tagen einen plötzlichen Seuchenausbruch in ihre Abläufe einkalkulieren und zu jeder Zeit in der Lage sein, ihr Geflügel innerhalb von 48 Stunden aufzustallen.“

FaQs auf regierung-mv.de

Anlässlich des Informationsbedarfs und der Unsicherheiten in der Bevölkerung, wies Backhaus noch einmal darauf hin, dass das Virus für den Menschen keine Gefahr darstellt. „Verbraucher können Geflügel nach wie vor bedenkenlos verzehren, auch auf den Weihnachtsbraten muss niemand verzichten“, so der Landesminister abschließend.

Antworten auf die häufigsten gestellten Fragen finden Bürgerinnen und Bürger auf der Internetseite des Agrarministeriums unter: http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Verbraucherschutz/Lebensmittelsicherheit-Veterinaerwesen/Tiergesundheit-Tierseuchenbekaempfung/Gefluegelpest/

 

red


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