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Grippe bringt Engpass bei Blutspenden

Haema Blutspendezentrum: „Mit jedem Tag, an dem Spender fehlen, wird es bedrohlicher“

 

Haema Blutspendezentrum ruft zur Blutspende auf. (Foto: Haema)Schwerin – Aufgrund der Winterferien und des ungemütlichen Wetters kamen in den vergangenen Wochen deutschlandweit weniger Menschen zur Blutspende. Hinzu kommt die aktuell anhaltende Grippewelle und Erkältungszeit. Viele Freiwillige können nicht spenden. Um dennoch die Versorgung der Krankenhäuser und medizinischen Einrichtungen sicherstellen zu können, werden alle Bürger, die gesund und über 18 Jahre alt sind gebeten, in den kommenden Tagen Blut zu spenden. „Die Reserven sind bereits geschrumpft. Mit jedem Tag, an dem Spender fehlen, wird es bedrohlicher“, mahnt Jan Noack, Pressesprecher des Haema Blutspendedienstes.

Das Problem: Die aktuelle Grippewelle unterscheidet sich stark von denen der vergangenen Jahre. „Der bisher für den Grippeschutz verwendete Impfstoff wirkt sehr viel schlechter. War der Schutz in den letzten Jahren bei 70 bis 80 Prozent anzusiedeln, liegt er in diesem Jahr lediglich bei 20 bis 30 Prozent“, berichtet Noack. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass ganz untypisch eher junge und gesunde Erwachsene von der aktuellen Grippe betroffen sind. Hier fallen zusätzlich potentielle Blut- und Plasmaspender für längere Zeit aus. Zum Schutz von Spender und Empfänger muss nach einer überstandenen Erkrankung eine Pause von vier bis sechs Wochen eingelegt werden. Eine erst kürzlich stattgefundene Grippeschutzimpfung spricht hingegen nicht gegen eine Spende: „Wenn im Nachgang der Impfung keine Grippesymptome auftreten ist eine Blut- und Plasmaspende jederzeit möglich“, so Noack.

Wer Blut spenden möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und darf ein Körpergewicht von 50 Kilogramm nicht unterschreiten. Mitzubringen ist der gültige Personalausweis. Vor der Spende sollte man reichlich (alkoholfrei) trinken und eine volle Mahlzeit, möglichst fettarm, zu sich genommen haben. In Schwerin befindet sich ein Haema Blutspendezentrum in der Friedrichstraße 18. Es ist montags bis freitags von 7.30 bis 19 Uhr und samstags bis 12.30 Uhr geöffnet. Weitere Informationen und Anlaufstellen finden interessierte unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800 977 9770 und im Internet unter www.haema.de.


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