Grün-Weiß deklassiert den Tabellendritten aus Frankfurt

Nach 35:22 Sieg war die Hölle in der „Hölle“ los

Anna Pöschel war mit 22 Paraden überragend. (Bild: paparazzie.de)Als die Trainer am Sonntag vor der Partie die Ergebnisse der Liga vom Samstag analysierten, war klar, dass ein Sieg im Spiel gegen den Frankfurter HC fast schon notwendig war, um die anderen Teams auf Abstand zu halten. Entsprechend war auch die Einstimmung der Mannschaft in der Kabine. Trainer Tilo Labs sagte später: „Eigentlich waren die Spielerinnen aber auch ohne meine Worte hochmotiviert und leicht angespannt. Trotzdem hatten wir einen Plan, nämlich aus einer sicheren Deckung heraus zu agieren und unser Konterspiel aufzuziehen.“

Wie die Vorgaben des Coaches dann umgesetzt wurden, war dann mehr als bemerkenswert. Vor allem Torfrau Anna Pöschel war in dieser Partie einfach überragend. Ihre 25 Paraden brachten den Gegner schier zur Verzweiflung, darunter zwei Strafwürfe, die sie quasi an den Pfosten „guckte“. Lediglich beim 1:0 war der Gast aus Brandenburg, immerhin als Tabellendritter der Liga angereist, in Führung, dann aber diktierte Grün Weiß das Geschehen. Bereits nach 5 Minuten beim Stand von 5:2 nahm Gästetrainer Schmidt seine erste Auszeit, sie konnte aber nicht verhindern, dass die rot gekleideten Frankfurterinnen in diesem Spiel nie auf mehr als ein Tor heran kamen. Überragend in dieser Phase die beiden Viviens, die einst selbst in Frankfurt aktiv waren. Während die eine, V. Erdmann, aus dem Rückraum traf, war die andere, V. Bartlau, per Konter oder vom Punkt erfolgreich. Die beiden und Adriana Celka mit ihren knallharten Würfen waren zum Ende der ersten Halbzeit Garanten dafür, dass die Damen einen kleinen Vorsprung herausarbeiten und mit 16:11 in die Kabinen gingen.

Was dann in der zweiten Hälfte auf dem Parkett passierte, ließ den einen oder anderen Zuschauer dann doch schon mit der Zunge schnalzen. Wie schon gesagt, das Tor war so gut wie dicht, auch weil die in der 45 Minute eingewechselte Marta Wiercioch nahtlos da anknüpfte, wo Anna Pöschel aufgehört hatte. Aber auch das schnelle Umkehrspiel nach vorne klappte jetzt einfach super, genau wie das Überzahlspiel oder die verdeckten Würfe von Wendy Künzel. So setzte sich die Gastgeberinnen Tor um Tor ab, auch weil die Frankfurterinnen nun nichts mehr entgegenzusetzen hatten. Als dann auch noch der Kempa von Erdmann nach Zuspiel von Künzel im Tor landete, gab es stehende Ovationen vom Publikum für die Mannschaft. Nach 50 Minuten hatte sich Schwerin endgültig abgesetzt und sich einen deutlichen 10- Tore Vorsprung im wahrsten Sinne erspielt. Die Vorentscheidung war gefallen. Trainer Labs hatte in dieser Phase allen Spielerinnen Spielanteile gegeben, so dass auch die sich in die Torschützenliste eintragen konnten. Am Ende stand ein 35:22 an der Anzeigetafel in der „Hölle“ an der Reiferbahn, die ihrem Namen einmal mehr alle Ehre machte.

Jetzt sind zunächst einmal drei Wochen Spielpause, in den es gelingen muss, die Spannung weiter hoch zu halten, denn am 26. April geht es dann zum Derby nach Wismar, die dem Tabellenzweiten HC Leipzig II nur äußerst knapp unterlagen.
Es spielten: Pöschel, Wierchioch ; Laas 5, Künzel 6, Nawrot, Schult, Menzel 1, Dube 1, Evangelidou 2, Ehlers 1, Erdmann 9, Bartlau 8/4, Celka 2

Ralf Grünwald

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Zuletzt aktualisiert am 27. September 2022 um 10:59 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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