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Hamburger kümmert sich seit Jahren um seine „Patenkinder” im Schelfpark

Alte Grabmale bleiben dank Bürgerengagement sichtbar

Schwerin • Seit mehr als 60 Jahren lebt der Schweriner Herbert Goy schon in Hamburg, doch gern und häufig besucht er seine Geburtsstadt. Der Schelfpark zählt zu seinen Lieblingsorten, da er untrennbar zu einer Kindheit mit vier Geschwistern zwischen Heidensee und Ziegelsee gehört. So lag es nah, dass einige verwaiste Grabsteine im Laufe der Jahre zu seinen „Patenkindern” wurden.

Der unter Denkmalschutz stehende Schelfpark gegenüber der Werder-Kaserne befand sich zu Zeiten seiner Errichtung noch außerhalb der Stadt. Er wurde von 1771 bis 1929 belegt und von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg verwaltet. Heute noch sichtbar sind die Grabmäler der Familie von Brandenstein, Pastor Heinrich Alexander  Seidel, des Geheimen Kammerraths Johann Schumacher, von Baukondukteur Ludig Willbrand sowie Dr. Jur. Carl Anton Wilhelm Beste.

Den Grabstein der Familie von Brandenstein ließ Herbert Goy im Jahre 2000 wieder aufrichten. „Dies sollte meiner Heimatstadt gewidmet sein und ihren Bewohnern einen Gedankensprung zurück in die Zeit der von Brandensteins ermöglichen”, sagt der 76-Jährige. „Herr Goy hatte sich dann an uns mit der Bitte gewandt, die Grabsteine zu säubern und die Gräber neu zu bepflanzen”, erzählt Renate Dittmann, Leiterin Öffentliches Grün bei der SDS – Stadtwirtschaftliche Dienstleistungen Schwerin. „Der Bitte sind wir gern nachgekommen. Seitdem pflegt Herr Goy die Gräber weiter. Wir sind immer froh über Paten, die sich verantwortlich fühlen”, so Dittmann weiter.

1933 war der Friedhof zu einem Park umgestaltet worden. Vor etwa einem Jahrzehnt dann wurde er saniert, der Mittelweg neu angelegt und die SDS setzte auf dem 1,5 Hektar großen Gelände Gehölze und Pflanzen ein, um den Parkcharakter zu erhalten. „Große Hilfe hatten wir auch durch den Steinmetz, Holger Dreiza, von DHM Naturstein, der kostenlos zwei der Grabsteine wieder aufstellte”, freut sich Renate Dittmann. Weitere Aktivitäten zu den Grabsteinen sind geplant. „Wir hatten eine sehr glückliche Kindheit in Schwerin, deshalb bedeutet Schwerin uns noch sehr viel”, erklärt Goy sein Engagement. Durch Steffi Rogin von der Denkmalschutzbehörde erfuhr er interessante Geschichten über die im Schelfpark begrabenen Persönlichkeiten. So diente die Familie von Brandenstein über Generationen Großherzögen und wohnte einst in der Puschkinstraße 13 – dort, wo sich heute das Kultur-InformationsZentrum befindet.

Quelle: SDS


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