Herzliche Grüße aus dem Urlaub: Flugreisen auch für Herz-Kreislauf-Patienten

Kaufmännische Krankenkasse Schwerin gibt Tipps für Reisevorbereitungen und Flug

Schwerin, 14. August 2008 – Herz-Kreislauf-Patienten müssen nicht unbedingt auf Flugreisen verzichten. Ist die Erkrankung stabil, ist auch ein Transatlantik-Flug möglich. Darauf weist die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) in Schwerin hin. Sven Gäsert, Leiter des Serviceteams der KKH, erklärt, wann Flugreisen kein Problem sind und was zu bedenken ist.

Als Faustregel gilt: Patienten der Koronaren Herzkrankheit, die eine Flugreise planen, sollten mindestens 80 Meter allein zu Fuß gehen oder zwei Stockwerke Treppen steigen können – ohne Unterbrechung und ohne Atemnot. „Grundsätzlich ist eine angestrebte Flugreise aber immer mit dem behandelnden Arzt zu besprechen“, rät Gäsert. Der kann beispielsweise mit Hilfe eines Belastungs-Elektrokardiogramms (EKG) prüfen, ob eine Flugreise gefahrlos möglich ist und sagen, ab welcher Flugdauer eine Thromboseprophylaxe ratsam ist. „Der Mediziner weiß, ab wann der Patient nach einem Herzinfarkt, einer Bypass- oder Herzklappenoperation wieder in ein Flugzeug steigen kann“, sagt Gäsert.

Nicht fliegen dürfen Patienten mit unkontrollierten, schweren Herzrhythmusstörungen, weil sich diese während des Fluges verschlechtern könnten. Patienten mit einer Herzschwäche, die auch im Ruhezustand Beschwerden verursacht, die sogenannte dekompensierte Herzinsuffizienz, sollten ebenso wenig in ein Flugzeug steigen wie Patienten mit akuten Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (instabile Angina pectoris), einem Eisenmenger-Syndrom oder schwerer arterieller Hypertonie.

Tipps für den Flug:
Herz-Kreislaufpatienten sollten sich genügend Zeit für die Anreise zum Flughafen nehmen. Anfahrt, Check-In und Wartezeit können sonst anstrengender werden als der Flug selbst

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