Im Fokus: Das Mecklenburgische Staatstheater zum Jahresauftakt

Pressereferentin Franziska Kapuhs über das Programm zum Jahresbeginn 2011, die Schlossfestspiele 2011 und die Stimmung im Theater

Das Mecklenburgische Staatstheater begann seine neue Spielsaison 2010/11 bereits im September 2010. Aber natürlich wurde auch der Auftakt in das neue Jahr im Theater gebührend gefeiert.  Mit Beethovens Sinfonie d-Moll op. 125 und dem Schlusschor über Schillers „Ode an die Freude“ und „Alice im Wunderland“ nach Lewis Carroll sowie den „Frikadellen“ der Fritz-Reuter-Bühne im E-Werk ging es ins Jahr 2011, wo dann schon das Neujahrskonzert „Strauß trifft Gershwin“ und dem Solisten Florian Uhlig wartete. Am 8. Januar verzauberte dann der „Hexer“, Frank Musilinski, im Konzert-Foyer des Staatstheaters gekonnt das Publikum.

Doch, was gibt es sonst noch in den kommenden Monaten, bis Juni 2011, im Mecklenburgischen Staatstheater?

Nachgefragt bei Franziska Kapuhs, der Pressereferentin des Mecklenburgischen Staatstheaters

„Wie sollte man ohne Optimismus und viel Idealismus Theater spielen können …“

Frage: Schwungvoll mit Beethoven, „Alice“ und Florian Uhlig ging es in das neue Jahr. Welche Höhepunkte erwartet die Theater-Zuschauer im ersten Jahresmonat 2011?

Franziska Kapuhs: Im Januar stehen mit der Operette „Der Bettelstudent“ von Carl Millöcker am 21.1. und mit „Lütt Paris“ einer Inszenierung der Fritz-Reuter-Bühne nach dem Film „Die Herbstzeitlosen“ am 28.1. zwei unterhaltsame Stücke auf dem Spielplan im Großen Haus. Höhepunkte bis zum Sommer sind dann selbstverständlich die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN, die mit dem „Freischütz“ erst- und einmalig im Schlossgarten zu erleben sein werden. Hervorzuheben ist außerdem die Stiftergala im März, die ein hochkarätiges musikalisches Programm bietet und außerdem einem guten Zweck dient, denn die Einnahmen fließen in Gänze der Bürgerstiftung des Theaters zu.

Frage: Beim Musiktheater, Schauspiel, Ballett und der Fritz-Reuter-Bühne gab/gibt es 2010/11 insgesamt 23 Premieren – Puppentheater, Konzerte und Sonderveranstaltungen noch gar nicht mitgezählt. Mit Carl Millöckers „Der Bettelstudent“ wird es am 21.Januar eine Premiere geben. Ein bewusst gewähltes Thema angesichts immer geringer werdender Zuschüsse an das Theater? Wäre der „reiche Onkel aus Amerika“ da nicht angemessener? Aber ernsthaft: Was überwiegt im Theater-Ensemble Anfang 2011 – Optimismus oder Skepsis?

Franziska Kapuhs: Wie sollte man ohne Optimismus und viel Idealismus Theater spielen können? Dass die Zukunft der Theater in Deutschland in finanzieller Hinsicht nicht rosarot aussieht, ist uns klar. Aber das hält uns nicht davon ab, im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel unser Bestes zu geben.

Frage: Welche Herausforderungen haben die einzelnen Sparten des Mecklenburgischen Staatstheaters bis Juni 2011 zu meistern. Gerade das kleine Ballett-Ensemble begeistert ja mit Hingabe, Können und Kreativität. Gibt es auch dort im Frühjahr noch eine Premiere?

Franziska Kapuhs: Das Tanzensemble ist mit zwei großen Handlungsballetten „Carmen“ und „Giselle“ im Großen Haus sowie etlichen Choreographien im E-Werk gut im Repertoire vertreten. Am 12. April wird es mit der Premiere von „Genesis“ einen neuen Kammertanz im E-Werk geben.

Frage: Kaum zu glauben … Nach der „Macht des Schicksals“ von Verdi während der Schlossfestspiele 2010 findet bereits in fünf Monaten die Premiere zu den Schlossfestspielen 2011 mit Webers „Der Freischütz“ auf der Freilichtbühne im Schlossgarten statt. Wie ist der Stand der Vorbereitungen? Alle gewünschten Künstler verpflichtet? Sind die Konzeptionen für die Bühnengestaltung schon abgeschlossen? Wie sind Ihre Erwartungen an den „Freischütz“ in Schwerin?

Franziska Kapuhs: Der künstlerische Stab, also Regie, Bühne und Kostüm ist schon lange in den Vorbereitungen. Das Modell des Szenischen Raumes werden wir noch diesen Monat der Öffentlichkeit präsentieren. Mit den ersten Arbeiten in den Werkstätten beginnen wir im Februar. Der Probenbeginn ist in diesem Jahr mit Ende April relativ früh, da wir ja auch schon am 17. Juni Premiere haben. Die besondere Herausforderung in diesem Jahr ist der neue Spielort im Schlossgarten, der viele neue Möglichkeiten für die Inszenierung bietet und passender für den „Freischütz“ nicht sein könnte.

Frage: Der Februar ist ja immer der Monat des stets ausverkauften Theaterfestes. Gibt es im zweiten Monat zudem Sonderveranstaltungen für das Publikum?

Franziska Kapuhs: Im Februar heißt es: „Frisches Blut im Staatstheater“, denn wir spielen zwei Wochen am Stück das Musical „Der kleine Horrorladen“ in dem sich alles um eine blutsaugende Pflanze dreht. Diese wird übrigens von dem äußerst beliebten Schauspieler Markus Wünsch verkörpert, der auch als Frank’N‘ Furter in der „Rocky Horror Show“ bereits für Furore sorgte.

Dann alles Gute für Sie und das Team des Mecklenburgischen Staatstheaters 2011!

Die Fragen stellte Marko Michels


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