Im Museum: „So wie der Süßapfel rot …“

Eine literarische Reise in die Antike mit Texten von Sappho, Sophokles, Euripides und Ovid

In So wie der Süßapfel rot… stehen Frauen aus der antiken Literatur im Mittelpunkt. Am 23.4.2015, um 18 Uhr spielt Schauspielerin Cordula Trantow zentrale Szenen aus „Hekabe“ (Euripides), „Elektra“ (Sophokles) und „Die Bakchen“ (Euripides) und spricht und liest Gedichte von Sappho und Ovid. Sie beleuchtet berühmte Figuren aus unterschiedlichen Perspektiven und verdeutlicht mythologische Hintergründe. Dabei sind die Schlüsselszenen aus Griechischen Tragödien bestechend aktuell. Die Inszenierung von Georg Rootering findet in der Reihe „Rendezvous“ im Staatlichen Museum Schwerin statt.

Cordula Trantow stand bereits als 13jährige in ihrer Heimatstadt Berlin auf der Bühne des Schillertheaters. Noch während der Schulzeit drehte sie Spiel- und Fernsehfilme. Der weltberühmte Antikriegsfilm „Die Brücke“ von Bernhard Wicki brachte so viel Aufmerksamkeit, dass sie nach dem Abitur nahtlos in den Beruf wechseln konnte. Sie war u. a. Mitglied des Bayerischen Staatsschauspiels, der Kammerspiele München, des Staatstheaters Stuttgart und spielte auch bei Film und Fernsehen viele herausragende Rollen. Trantow gründete 1988 das Theaterfestival Weilheimer Theatersommer. Dafür erhielt sie das Bundesverdienstkreuz am Bande. Sie arbeitet auch als Autorin und Regisseurin.

Georg Rootering war Spielleiter an den Opernhäusern in Zürich, München (Nationaltheater) und Wien (Staatsoper), bevor er von 1994 bis 1997 als Oberspielleiter und Chefregisseur das Musiktheater am Mainfrankentheater in Würzburg gestaltete. International machte er sich mit Inszenierungen wie „Wozzeck“ und „Pelléas et Mélisande“ in Athen (Athener Konzerthalle) und „L’Orfeo“ bei der Styriarte in Graz, „Rigoletto“ und „Aida“ in Helsinki, „Parsifal“ und „Rosenkavalier“ in Wroclaw, sowie „Giulio Cesare“ in Tallinn einen Namen.
Als Intendant des Theaters in Liechtenstein inszenierte er einen Euripides-Zyklus, der für überregionales Aufsehen sorgte. Seine Antiken–Projekte wurden unter anderem in München (Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek 2007, 2010 und 2014), Berlin (Pergamon–Altar 2008), Hamburg (Kunsthalle 2010), Wien (Kunsthistorischen Museum 2010), Freiburg Albert-Ludwig- Universität 2014) und in Innsbruck (Archäologischen Museum 2014) gezeigt. Dem Schweriner Theaterpublikum ist Georg Rootering durch seine Operninszenierungen Eugen Onegin 2013, Nabucco 2014 und der kommenden La Traviata – Produktion für die Schlossfestspiele im Alten Garten bekannt.

Der Eintritt kostet 3 Euro.


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