„Jedermann“ in der Schweriner Schelfkirche

Wiederaufnahme des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin am Samstag, dem 28. Mai 2011, um 19.30 Uhr

Drei Wochen lang spielt das Schauspielensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters ab 28. Mai 2011 Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ in der Schweriner Schelfkirche. Für die insgesamt 16 Vorstellungen kommt eine beliebte Schauspielerin als Gast nach Schwerin zurück: Katrin Huke wird wieder in der Rolle der Buhlschaft und des Teufels zu erleben sein. Mit ihren darstellerischen Fähigkeiten und ihrer wunderbaren Gesangsstimme hat sie in den vielen Jahren, in denen sie fest am Staatstheater engagiert war, ein großes Fanpublikum über Schwerin hinaus gefunden.

In der Inszenierung von Schauspieldirektor Peter Dehler über „Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“, die bereits 2009 erfolgreich in der barocken Schweriner Schelfkirche gespielt wurde, wird sie nun die Verführungskunst der Buhlschaft, wie die Geliebte des reichen „Jedermann“ im Stück benannt wird, sinnlich erlebbar machen. Und als Teufel ist sie wohl eine der fröhlichsten und schelmischsten Ausgaben, die man  in einer Kirche sehen kann. Im Mittelpunkt der Handlung steht Jochen Fahr als „Jedermann“, der dem Tode alias Amadeus Köhli verfallen ist und von Horst Rehberg in der Figur Gottes gerichtet wird. Gewandet in historische Kostüme von Susanne Goder nutzt das insgesamt 18-köpfige Ensemble die besondere Akustik des Altarraums: Mit John R. Carlsons aufregender Komposition aus mittelalterlichen Klängen und Gospel-Sounds.

Hugo von Hofmannsthal wurde 1903 auf den uralten und vielfach bearbeiteten Stoff aufmerksam und „erneuerte“ das mittelalterliche Mysterienspiel nach Vorlagen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, deren Quellen aber bereits auf das 12. Jahrhundert zurückgehen. Mit seinem zeitlosen, stark autobiographischen „Jedermann“ schuf er eine von religiösen Konfessionen unabhängige Interpretation, die von der Uraufführung durch Max Reinhardt 1911 wie als Eröffnungsritual der Salzburger Festspiele seit ihrer Gründung 1920 – übrigens durch Hofmannsthal selbst – bis in unsere Tage hinein zu den meistgespielten Bühnenklassikern gehört.

Weitere Vorstellungen: 2. bis 5. Juni, 7. bis 13. Juni und 16. bis 19. Juni 2011 jeweils um 19.30 Uhr in der Schelfkirche Schwerin

Kartentelefon: 0385/5300–123; kasse@theater-schwerin.de

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Zuletzt aktualisiert am 20. November 2022 um 00:19 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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