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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Kardiologie in HELIOS Kliniken baut Leistungsspektrum weiter aus

Hochmoderner Kathetermessplatz nahm im Januar den Betrieb auf

Schwerin (HKS) – Ein nagelneuer hochmoderner Kathetermessplatz ging Anfang Januar in der Klinik für Kardiologie und Angiologie der HELIOS Kliniken Schwerin ans Netz. Notwendig geworden war diese Investition in Höhe von zwei Millionen Euro Eigenmitteln für Umbau und Medizintechnik durch die Ausweitung des Leistungsspektrums des Fachgebietes auf die sogenannten elektrophysiologischen Untersuchungen (EPU).

Die EPU ist neben dem Herzklappenersatz, der Behandlung von Herzschwäche und Herzkranzgefäßerkrankungen einer der vier großen Bereiche innerhalb der Kardiologie und Angiologie. Sie beschäftigt sich mit der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. „Es gibt mehr als 50 verschiedene Formen von Herzrhythmusstörungen“, erklärt Dr. Jörg Ruppert, Oberarzt in der Klinik für Kardiologie und Angiologie und Spezialist auf dem Gebiet der elektrophysiologischen Untersuchungen, „ein Teil der Störungen ist harmlos, andere können mit Medikamenten gut behandelt werden. Mit der EPU können wir diese Störungen genau differenzieren und die geeignete Therapie auswählen.“

Und das funktioniert so: Über die Leistenvene wird ein spezieller Katheter bis zum Herzen geschoben. An der Spitze des Katheters befinden sich Metallkontakte, über die an verschiedenen Stellen elektrische Ströme aus dem Inneren des Herzen abgeleitet und auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden können. Das ist im Vergleich zum herkömmlichen EKG natürlich wesentlich genauer. So können Art und Ort der Rhythmusstörung genau lokalisiert werden. In vielen Fällen, zum Beispiel wenn zusätzliche angeborene Reizleitungsbahnen im Herzen die Rhythmusstörung auslösen können die Mediziner sogar während dieser speziellen Katheteruntersuchung therapeutisch eingreifen, indem sie die Herzmuskelzellen, die die Störung verursachen, veröden. In der Folge normalisiert sich die Reizleitung wieder. Auch Vorhofflimmern, eine sehr häufige Rhythmusstörung, kann so in bestimmten Fällen erfolgreich behandelt werden.

„Wir freuen uns, dass wir nun auch dieses Gebiet der Kardiologie unseren Patienten auf höchstem medizinischen und technischen Niveau anbieten können“, sagt Prof. Dr. Alexander Staudt, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie.


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