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Keine Ausnahmegenehmigung für den Zirkus Berolina!

GRÜNE: „Tierschutz ist den Menschen unserer Stadt wichtig“

Schwerin – Die Bündnisgrüne Stadtfraktion kritisiert eine Ausnahmegenehmigung der Stadtverwaltung für den Zirkus Berolina und fordert deren Rücknahme. So werde es dem Familienunternehmen erlaubt, mit zahlreichen Wildtieren Ende Oktober in Krebsförden seine Zelte aufzuschlagen. Obwohl ein im Januar 2016 getroffener Beschluss der Stadtvertretung ein Verbot von Zirkussen mit Wildtieren in Schwerin vorsieht. Davon ausgenommen sind bereits bestehende Verträge. „Ein Vertrag mit dem Zirkus Berolina existiert aber nicht. Auch dessen Klage vor dem Verwaltungsgericht wurde abgewiesen, so dass es keine Notwendigkeit gab, eine Ausnahmegenehmigung für den Zirkus zu erteilen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Cornelia Nagel.

Nagel fordert die Verwaltung nun auf, die Ausnahmegenehmigung zurückzunehmen. Beschlüsse der Stadtvertretung dürften nicht „von der Verwaltung übergangen werden“, so die Stadtvertreterin. Denn auch einem Zirkus Berolina sei es nicht möglich, tiergemäße Bedingungen zu schaffen. Enge Käfigwagen seien eindeutig tierquälerisch. Als besonderes Ärgerniss sieht die Stadtvertreterin aktuell verbreitete Plakatierungen wie „Circus Berolina wehrt sich erfolgreich gegen die Stadt Schwerin“.

Auch die Fraktion der Unabhängigen Bürger lehnt die Auftrittsgenehmigung ab. Bereits im September kritisierte Stadtvertreter Manfred Strauß die Entscheidung als „ohne Not aufgegebene Rechtsposition.

Hintergrund:
Viele deutsche Städte haben aus Gründen des Tierschutzes für Zirkusbetriebe mit Wildtieren Auftrittsverbote beschlossen. Die Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin hat diesen Beschluss im Januar 2016 gefasst. Der Bundesgesetzgeber plant hierzu ebenfalls eine entsprechende Gesetzesinitiative.

 

red

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