„Kinderfestival der Sinne“ im Capitol

Am 30. Januar wird das Schweriner Capitol-Kino fest in Kinderhand sein. Rund 1.000 Mädchen und Jungen der städtischen Kita gGmbH werden erwartet, um – gemeinsam mit den Kutureinrichtungen Ataraxia, Konservatorium und Schule der Künste – ein „Kinderfestival der Sinne“ zu feiern.

„Die Idee, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, gibt es schon lange“, erzählt Kita-Geschäftsführerin Anke Preuß. „Zusammen mit den Leiterinnen unserer Einrichtungen haben wir überlegt, wie wir den Kindern Musik und Theater noch näher bringen können.“ Und dafür, so preuß´, müsseman gar nicht in die Ferne schweifen: „Wir haben in der Stadt ein so großes kulturelles Angebot, dass man quasi vor der Haustür aus dem Vollen schöpfen kann.“
Auch wenn das Thema Kultur in allen Kitas regelmäßig auf dem Programm steht – eine derartige Veranstaltung, an der alle beteiligt sind, gab es noch nie. Doch die Verantwortlichen von Konservatorium, Ataraxia, und Schule der Künste waren von dem Vorhaben begeistert. „Je früher sich Kinder mit diesem Thema beschäftigen, desto besser“, meint Konservatoriumsleiter Volker Ahmels. „Und für uns ist diese Veranstaltung eine hervorragende Möglichkeit zu zeigen, wieviel Spaß es machen kann, ein Instrument auszuprobieren, zu singen oder Theater zu spielen“, meinen alle Beteiligten unisono.
Mit Capitol-Betreiber Dirk Mattenklott war schnell ein Partner gefunden, der die Räumlichkeiten gerne zur Verfügung stellte und der für diesen Tag extra sein Kinoprogramm änderte und eine Nachmittagsvorstellung ausfallen ließ. Und so heißt es in Saal 1 „Bühne frei für schweres Blech und federleichte Küken“, in Saal 3 wird ein niegelnagelneues Lied einstudiert und in Saal 4 geht es um „Hausdrache Axel und die zerbrochene Spieluhr“.
Eine Stunde, von 16 bis 17 Uhr wird das Kinderfestival der Sinne dauern, und bei Erfolg ist jetzt schon an eine Fortsetzung gedacht. „Wir planen, mit dieser Veranstaltung immer zu Jahresbeginn für die Kinder einen Höhepunkt zu setzen“, sagt Preuß. „Und natürlich sind wir offen für weitere Partner, die mitmachen möchten.“

Saal 1 (Konservatorium):
„Bühne frei für schweres Blech und ferderleichte Küken“
Bläserklasse, Tänzerinnen und Tänzer des Konservatoriums erobern die Kino- Bühne

Aufregend wird es am 30. Januar, werden, wenn über 70 Schüler des Konservatoriums im großen Saal des Filmtheaters Capitol ihre musikalischen Überraschungen hören und sehen lassen. Dort, wo normalerweise spannende Filme zu erleben sind, können die jungen Besucher Instrumenten lauschen, die sie vielleicht noch nie gesehen haben. Wer kann sich schon genau vorstellen, wie laut und tief dieses große goldglänzende Instrument namens Tuba klingt, hinter dem sich der Spieler beinahe verstecken kann? Und so richtig voll und vielstimmig tönt es erst, wenn auch noch die Flöten, Klarinetten, Saxofone, Trompeten, Tenorhörner und Posaunen dazu kommen. Über 25 Kinder der Bläserklasse „zaubern“ gemeinsam mit ihrem Dirigenten Yukhym Rozenfeld diesen Klang, den man nicht beschreiben kann, sondern einfach hören muss.
Die jungen Besucher aus den Kitas erwartet an diesem Nachmittag für die Sinne nicht nur ein „Ohrenschmaus“. Tänzerinnen und Tänzer erscheinen als federleichte Küken, die sich zu Mussorgskys berühmter Musik „Tanz der Küken in den Eierschalen“ possierlich bewegen, verwandeln sich in schlafende Puppen, die zum Leben erweckt werden und stürmen als Banditen und freche Straßenkids die Bühne. Die Tänzerinnen und Tänzer aus den Klassen von Swetlana Iliewa und Ludmilla Lesse haben sich für ihr farbenfrohes und quirliges Treiben Verstärkung aus dem Tanzhus Barnin geholt und sind in wunderschöne Kostüme geschlüpft.
Auch die jungen Zuhörer dürfen mitmachen und den Kinosaal zum Schwingen, Summen und Brummen bringen. Dabei ist all das erlaubt, was Kinder sonst nur selten dürfen: lautes Stampfen, Klatschen, Rufen, Schnalzen, Zischen, Glucksen. Der eigene Körper wird zum Instrument, auf dem man trommeln, klopfen und hämmern kann. Wie es sich anfühlt und anhört, mit vielen hundert Kindern gemeinsam zu flüstern und die eigene Stimme immer lauter werden zu lassen, bis ein tosendes Klangmeer entsteht, werden die Besucher sicher nicht so schnell vergessen. Wer möchte, kann sich vorher zu Hause selbst ein Fantasieinstrument basteln und mitbringen.

Saal 3 (Schule der Künste): Ein Kinder-Schwerin-Lied

Wir wollen gemeinsam mit den Kindern ein niegelnagelneues Lied (das es im Moment noch gar nicht gibt…) einstudieren und im Rahmen der Veranstaltung aufzeichnen. Natürlich wird in diesem Song nicht nur gesungen. Wir benötigen auch jede Menge Klang- und Soundeffekte. Die Kinder werden den Wind ‚produzieren‘, Regen imitieren und viele weitere Geräusche herstellen. Das funktioniert mit dem Mund, mit den Händen, mit stampfenden Füßen, Knisterpapier oder auch mittels textiler Stoffe, in die man sich nach Lust und Laune sogar einwickeln kann.
Das Lied stammt aus der Feder unserer Autoren, lässt aber auch Spielräume, eigene Text-Ideen der Kinder im Verlauf der Veranstaltung einfließen zu lassen. Geplant ist es, während der Veranstaltung Teilnehmerinnen der Abteilung Rock/Pop der SdK mit einzubeziehen. Sie werden den Kindern das Schweriner Kinderlied in Teilen vorsingen und es anschließend gemeinsam mit den kleinen Gästen probieren. Im Saal verteilt, werden Mitarbeiterinnen der Jugendkunstschule die Kinder zum Geräusche machen, Mitsingen und zu vielen weiteren Aktionen animieren. Unser Moderator wird mit dem Mikrofon durch die Reihen flitzen und unter Mitwirkung von ’nicht ängstlichen‘ Kindern ganz unkonventionell aufzeigen, was für lustige Sachen mit Studio- und Computertechnik anzustellen sind.
Alle von den Kindern erzeugten Soundeffekte und gesungenen Refrains wollen wir live vor Ort aufzeichnen und zur Freude der Teilnehmer auch direkt wieder abspielen.
Zeitnah nach der Veranstaltung werden wir im Tonstudio der Schule der Künste die produzierten Aufnahmen bearbeiten und zur Erinnerung CDs für alle beteiligten Kindergärten und anderen Kindereinrichtungen herstellen und verteilen. Wir hoffen, dass während der Veranstaltung niemand still auf seinem Stuhl sitzen bleiben wird und alle Beteiligten richtig Spaß haben werden.
Einen endgültigen Titel für das Lied gibt es deshalb noch nicht, weil den natürlich die Kinder erfinden oder auswählen sollen.

Saal 4 (ATARAXIA):
„Der Hausdrache Axel und die zerbrochene Spieluhr“
(Eine musikalische Mitmach-Geschichte)

Der Hausdrache von der Musik- und Kunstschule ATARAXIA benötigt dringend Hilfe! Die Schulspieluhr, die die Melodien aufbewahrt, ist zerbrochen und nun sind die Melodien über alle Berge. Auf und davon! Weggeflogen!!
Sein Weg führt AXEL ins Land Vionella und nach Tromtram. Aber nur mit Hilfe vieler musikalischer Kinder kann er seine Reise erfolgreich beenden. Ihm bleibt nicht viel Zeit.


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