Konzertverein erfolgreich gestartet

Am Sonntag war es soweit: das erste Konzert des neugegründeten Konzertvereins Schwerin ging in einer bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Volkshochschule über die Bühne. Schon im Vorfeld deutete sich an, dass der ursprünglich vorgesehene Saal des Schleswig-Holstein-Hauses zu klein sein würde.

Eröffnungskonzert des Konzertvereins Schwerin e.V. (FOTO: © Manfred Klement)

Dank des französisch-israelischen „Noga Quartets“ erlebten die Besucher eine kammermusikalische Sternstunde. Schon mit dem Es-Dur-Quartett des erst 16-jährigen Franz Schubert begeisterten die jungen Musiker nicht nur mit ihrer musikalischen und technischen Souveränität, sondern auch mit einer hör- und sichtbaren Freude am gemeinsamen Musizieren, die sich unmittelbar auf die Zuhörer übertrug. Im zweiten Teil des Konzerts präsentierte das Noga Quartet das B-Dur-Streichquartett von Johannes Brahms: sein letztes Werk dieser Gattung, welches höchste Ansprüche an seine Interpreten stellt. Auch hier zeigte das Quartett seine außerordentliche Klasse und setzte das Publikum unter Hochspannung. Der begeisterte Applau wurde mit dem „Largo e Cantabile“ aus Haydns op. 33 Nr. 5 als Zugabe belohnt.

In seiner vorangehenden Ansprache machte der Vorsitzende des Konzertvereins, Karsten Flatt, deutlich, dass es ihm und seinen Mitstreitern ein besonderes Anliegen ist, nicht nur regelmäßig Kammermusiker der Extraklasse nach Schwerin einzuladen, sondern die Konzerte auch zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Das in der Ansprache vorgestellte Jahresprogramm für 2018 untermauert dieses Anliegen: einen Schwerpunkt der Konzertreihe bilden Gastspiele mit Musikern der „Deutschen Kammerphilharmonie Bremen“, einem der renommiertesten Orchester Deutschlands. Mit dabei ist auch Sarah Christian, die in diesem Jahr den ARD-Musikwettbewerb im Fach Violine für sich entscheiden konnte. Gleich drei Konzerte sind den Jubilaren Bach, Händel und Scarlatti gewidmet, die 2018 ihren 333. Geburtstag feiern. Zu diesem Anlass werden mit Nadja Zwiener und Yuki Kasai zwei herausragende Barockgeigerinnen erwartet. Auch ein Schweriner Publikumsliebling darf nicht fehlen: Itziar Lesaka präsentiert sich mit Arien aus Händels „Ariodante“ und „Alcina“ von ihrer virtuosen Seite.

Ein Wiedersehen wird es aber auch mit dem „Noga Quartet“ geben, welches nach Debüts in der Münchner Residenz, der Philharmonie de Paris und bei der Amsterdamer Streichquartett-Biennale im September gern wieder nach Schwerin zurückkehrt.

Informationen zu allen Konzerten, dem Verein, zu den Abonnements und den beteiligten Künstlern sind auf der neuen Website www.konzertverein-schwerin.de nachzulesen.

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