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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Lesung: Gehen, ging, gegangen

Jenny Erpenbecks Roman zu einem brisanten Gegenwartsthema im Staatstheater

Schwerin – Jochen Fahr vom Mecklenburgischen Staatstheater liest am Dienstag dem 15. November um 19:30 Uhr im Mecklenburgischen Staatstheater aus dem Roman „Gehen, ging, gegangen“ der Berliner Autorin Jenny Erpenbeck. In dem Roman geht es um einen emeritierten Professor, der durch Zufall von dem Zeltlager afrikanischer Geflüchteter auf dem Oranienplatz in Berlin erfährt und Kontakt zu einigen von ihnen aufnimmt. Durch die Berührung mit ihren unterschiedlichen Schicksalen ändert er seine Weltsicht und wird vom bloßen Beobachter zum Akteur.

„Mich hat das Buch sehr fasziniert, es passt perfekt zum diesjährigen Thema der Entwicklungspolitischen Tage „Krieg_Frieden“, sagt Hannelies Höchel vom Verein Couleurs Afrik. „Die verschiedenen, in dem Buch geschilderten Schicksale rütteln auf, machen nachdenklich. Gleichzeitig ist es aber auch ein unterhaltsames Buch.“ sagt sie. „Mir ist es ein großes Anliegen, Menschen hier bei uns für die Schicksale der Flüchtlinge zu sensibilisieren, die Herzen der Menschen zu erreichen.“

© Knaus Verlag

© Knaus Verlag

Der Roman erschien 2015 und erreichte die Shortlist (Finalrunde) des Deutschen Buchpreises. „Dass Erpenbecks Buch trotz Favoritenrolle nicht den Deutschen Buchpreis zugesprochen bekam, ist auch der Scheu der Jury zuzuschreiben, ein solch kontrovers diskutiertes Thema für eine Saison in den Mittelpunkt des literarischen Lebens zu stellen.“ (Andreas Platthaus in der Frankfurter Allgemeinen)

Der Verein „Couleurs Afrik – Die Farben Afrikas“ e.V. mit Sitz in Schwerin hat sich die Förderung des kulturellen Austauschs, der Völkerverständigung, von globalem Denken sowie von Demokratie und Toleranz in Mecklenburg-Vorpommern zur Aufgabe gemacht. Vorsitzender ist Arafat Ourobou Tchakpedeou.

Krieg_Frieden ist das Motto der 16. Entwicklungspolitischen Tage, einem Gemeinschaftswerk von 52 Initiativen in ganz Mecklenburg- Vorpommern. Vom 1. bis 22. November geht es in diesem Jahr um die Kriege in der Welt. Und um die Suche nach Frieden. 84 Veranstaltungen an 17 Orten eröffnen Zugänge zu komplexen, globalen Fragen. Was können wir ausrichten? Hier? Und weltweit? Die Entwicklungspolitischen Tage wollen helfen, Wege aus der Ohnmacht zu finden und Mut machen, sich einzumischen. Sie sind eine der größten Veranstaltungsreihen in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern koordiniert die Veranstaltungsreihe. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der Kirchliche Entwicklungsdienst der Nordkirche, das Land Mecklenburg-Vorpommern, die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und die Stiftung Nord-Süd-Brücken finanzieren die Entwicklungspolitischen Tage 2016.

Mehr unter: www.eine-welt-mv.de/ep-tage-2016/


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