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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Linksfraktion zeigt: Das Paradies der „Volksgemeinschaft“

Ausstellungseröffnung in der Reihe „Kultur auf dem Flur“ am 20. Mai

Die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“, deren Auffassung von Freizeitgestaltung und Urlaub am Beispiel des historischen Ortes Prora sind Gegenstand einer seit nunmehr zehn Jahren bestehenden Wanderausstellung. Sie veranschaulicht Funktionsweise und Hintergründe der NS-Freizeitpolitik und unternimmt den Versuch einer Einordnung in den weiteren Kontext der Arbeits- und Sozialgeschichte dieser Zeit. Im Mittelpunkt steht dabei das Modell einer angeblich egalitären „Volksgemeinschaft“ und ihrer Strukturen. Die Ausstellung zeigt dabei die federführenden Institutionen und ihre Propaganda ebenso wie die sozialen Realitäten, die nicht dem Propagandabild entsprachen.

In einem zweiten Teil dokumentiert sie die Bau- und Nutzungsgeschichte des seit 1992 denkmalgeschützten Gebäudes von 1935 bis in die Gegenwart. Mit dem Seebad wollte die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ jeweils 20 000 „Volksgenossen“ einen preiswerten Urlaub ermöglichen. Dieser Urlaub sollte allerdings kein Selbstzweck sein, sondern stand im Dienst der Kriegsvorbereitungen des Regimes. Den Ausstellungsmachern des Dokumentationszentrums Prora ist es gelungen, die gesellschafts- und sozialpolitischen Ziele des nationalsozialistischen Regimes darzustellen: Populistische Maßnahmen zur Herrschaftsstabilisierung, Ausgrenzungen aus rassistischen und politischen Gründen, eine Innenpolitik, die allein der Kriegsvorbereitung diente. Die Mythen um den Nationalsozialismus und ideologischen Grundlagen neofaschistischer Bewegungen werden entlarvt und ihnen damit die weltanschauliche Basis entzogen.

Die Ausstellung war in den letzten Jahren unter anderem in der NS-Gedenkstätte Wewelsburg, dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg, der Gedenkstätte für die Opfer der NS-Euthanasie Bernburg und dem Flughafen Tempelhof zu sehen.“

Die Ausstellungseröffnung findet statt am Mittwoch, dem 20. Mai 2015, um 10:00 Uhr, in der 1. Etage der Räume der Linksfraktion, Puschkinstr. 64, 19053 Schwerin. Die Ausstellung ist bis zum Freitag, den 19. Juni 2015 zu sehen.


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