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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Massenschlägerei am Lobedanzgang

25 bis 30 jugendliche Zuwanderer aufeinander losgegangen – Polizei erhöht Präsens im Stadtkern

Altstadt – Am Donnerstagnachmittag kam es in der Schweriner Innenstadt erneut zu einer gewalttätigen Außeinandersetzung zwischen Zuwanderern. Im Bereich Lobedanzgang sollen ca. 25 bis 30 Jugendliche aufeinander losgegangen sein. Zeugen zufolge hätten einige der Täter mit Holzlatten und Stangen um sich geschlagen. Bei Eintreffen von Schweriner Polizei und Bundespolizei wurde jedoch nur noch ein Teil der Beteiligten angetroffen. Nach Feststellung der Identitäten wurden sie zur Vernehmung ins Polizeirevier gebracht. Drei der Beteiligten mussten aufgrund erlittener Verletzungen per Rettungswagen ins Klinikum gefahren werden.

Nach bisherigen Erkenntnissen kommen einige der beteiligten Jugendlichen nicht aus Schwerin. Warum sie hier mit Schweriner Zuwanderern aneinandergeraten sind, ist derzeit noch unklar. Im Zuge von Fahndungsmaßnahmen konnte die Polizei die Identität von drei weiteren Personen ermitteln. Insgesamt seien derzeit 13 Tatbeteiligte bekannt.

Dies war innerhalb von 24 Stunden die zweite Auseinandersetzung zwischen jugendlichen Zuwanderern im Schweriner Stadtkern. Mögliche Folgereaktionen der aktuellsten Auseinandersetzung seien nicht auszuschließen. Aus diesem Grund kündigte die Schweriner Polizei ab Freitag eine erhöhte Polizeipräsenz im Innenstadtbereich an.

Mit Sorge meldete sich Sebastian Hafemeister, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Schwerin, zu Wort und forderte schärfere Maßnahmen nach Gewalttaten. „Es darf nicht sein, dass sich die Bürger auf dem Weg zur Arbeit, nach Hause, oder bei ihrem Einkaufsbummel unsicher fühlen“, so der 26-Jährige. Hafemeister ist Befürworter der Videoüberwachung auf Probe für den Marienplatz. Diese könne Täter abschrecken und deren Identifizierung sowie deren anschließende Strafverfolgung erleichtern. „Darüber hinaus muss die Polizei bei begründetem Verdacht von ihrem Recht Gebrauch machen, ein bis zu zehnwöchiges Aufenthaltsverbot für den Marienplatz auszusprechen“, erklärte die Junge Union heute per Pressemitteilung.

Über die Einführung der Videoüberwachung wird der Schweriner Hauptausschuss am 24. Januar beraten. Dennoch sind Kameras auf dem Marienplatz nicht ununstritten. Gewaltprävention ist damit nicht zu erreichen. Vor allem die Verlagerung von Straftaten, wie auch im neuesten Vorfall, wird stets als Gegenargument aufgeführt.

red

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