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Max Reger – Lied und Leben am 12. Oktober

Biografischer Vortrag am 12. Oktober in der Schelfschule Schwerin

Max Reger hat in allen Lebensphasen Lieder komponiert – gut 300 Beiträge sind entstanden, für die er vornehmlich kurze Texte von Zeitgenossen wählte, die ihm »Ausblicke in ungeahnte seelische Zustände« erlaubten. Die Bandbreite der Texte reicht von sensitiver Stimmungslyrik und Eindruckskunst, über sozialkritische, die Außenseiterrolle des Künstlers thematisierende Gedichte bis zu humorvollen oder grotesken Texten, die sich zum Teil an Kinder richten und mit Überraschungseffekten arbeiten.

Sophia Maeno  Foto: © Johannes Xaver Zepplin

Sophia Maeno
Foto: © Johannes Xaver Zepplin

Der biographische Vortrag mit 15 Liedbeiträgen geht der Frage nach der Resonanz von Lebensumständen und Textwahl nach und folgt den Lebensetappen von der Jugendzeit im Lehrerelternhaus über die problematischen Jahre, in denen der junge Komponist in Wiesbaden und Weiden um Anerkennung kämpfte. Auch zeigt er, wie die lange unerfüllte Liebe zu seiner künftigen Ehefrau Elsa von Bercken, geb. von Bagenski, sich ebenso im Lied niederschlug wie die Euphorie, die ihrer Zustimmung zur Heirat folgte und im Jahr 1902 in München einen Liedersegen auslöste, wie er im ganzen Oeuvre nicht wieder anzutreffen ist. Auch die in damaliger Zeit noch ungewöhnliche Adoption zweier Töchter in den Leipziger Jahren 1907 und 1908 hinterließ ihre Spuren in zahlreichen Kinderliedern, die von Mäuschen und Hühnerchen handeln und teilweise zu kleinen Opernszenen geraten. Auf den Ausbruch des Weltkriegs schließlich reagierte Reger mit dem Rückzug in geistliche Kompositionen, darunter auch einige schlichte, auf Bachs Spuren wandelnde Gesänge.

Der Biografische Vortrag mit Liedbeiträgen zu Max Reger findet am 12. Oktober, um 19 Uhr in der Aula der Schelfschule, Puschkinstraße 13, mit Sophia Maeno (Mezzosopran), Masa Novosel (Klavier) und Prof. Dr. Susanne Popp (Vorsitzende des Max Reger Instituts in Karlsruhe) – (Vortrag) statt.

 

Die Eintrittskarten sind ab sofort im KulturInformationsZentrum in der Puschkinstraße 13 oder an der Abendkasse erhältlich (12 Euro / ermäßigt 10 Euro).


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