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Mecklenburgstraße soll erste Fahrradstraße Schwerins werden

Die Mecklenburgstraße in Schwerin soll zur ersten Fahrradstraße der Landeshauptstadt werden. Die Verwaltung nutzt die anstehende grundhafte Erneuerung der Anliegerstraße, um zwischen der Geschwister-Scholl-Straße und der Graf-Schack-Allee einen Lückenschluss auf der Fahrradachse zwischen den südlichen Stadtteilen und der Innenstadt zu schaffen. Die Mecklenburgstraße ist bereits jetzt die bedeutendste und meistgenutzte Straße für den Radverkehr in der Innenstadt.

In den Vorplanungen wurden zwei Varianten untersucht. Die Verkehrsbehörde plädiert für die Umsetzung der „optimierten Fahrradstraße“, da diese sehr fahrradfreundlich ist. Bei der anderen Variante würde der maximal mögliche Erhalt von Parkflächen für Kfz Priorität haben, jedoch müssten hierfür mehr Bäume gefällt werden und die Investitionssumme würde um 70.000 Euro höher liegen.

In der „optimierten Fahrradstraße“ würde die Anzahl der Parkplätze um mehr als die Hälfte reduziert werden – von 150 Stellplätzen auf 72. Die Parkplätze würden ausschließlich für Bewohner mit Bewohnerparkausweis reserviert werden. Auf der anderen Straßenseite wären Fahrradhäuser für Anwohner, Stellplätze für Lastenräder oder Fahrradbügel vorgesehen. Ein Sicherheitsstreifen würde den Parkbereich von der Fahrbahn trennen, um Dooring-Unfälle zu verhindern. Gegenläufige Einbahnstraßen würden den Durchgangsverkehr reduzieren.

In jedem Fall sind Neupflanzungen vorgesehen, sodass am Ende 37 bzw. 33 Bäume in der Anliegerstraße stehen würden. Bei der autofreundlichen Variante mit beidseitigem Parken und 130 Stellplätzen müssten 9 Bestandsbäume gefällt werden.

Zusätzlich soll der nördliche Abschnitt der Mecklenburgstraße in der Fußgängerzone ganzjährig für den Radverkehr geöffnet werden. Bisher durften Fahrradfahrer diesen Abschnitt ab Anfang Mai bis Ende September in der Zeit von 10 -18 Uhr nicht befahren. In einem Versuchszeitraum von einem Jahr soll nun geprüft werden, wie Fahrradfahrer und Fußgänger in der Einkaufs- und Flaniermeile miteinander auskommen. Eine Öffentlichkeitskampagne soll Radfahrer für rücksichtsvolles Verhalten in der Fußgängerzone sensibilisieren.

Die Pläne für die Mecklenburgstraße wurden erstmals dem Hauptausschuss der Stadtvertretung vorgestellt und werden nun von Fachausschüssen, Ortsbeirat und Stadtvertretung diskutiert. Die Verwaltung wurde bereits 2019 von der Stadtvertretung beauftragt, die Einrichtung einer Fahrradstraße in Schwerin zu prüfen.


Quelle: Pressestelle Landeshauptstadt Schwerin
Foto: Landeshauptstadt Schwerin / Ulrike Auge


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