Mobilität während und nach der Ausbildung

IHK überreichte Europässe

(IHK zu Schwerin/11.02.2011) Hans Thon, Präsident der IHK zu Schwerin und Georg Normann, Referatsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern überreichten kürzlich in der KGW Maschinen- und Anlagenbau GmbH Schwerin die Europässe an Teilnehmer des Unternehmens, die einen Lernaufenthalt im Ausland absolviert hatten.

Der Europass Mobilität ist ein Dokument zum Nachweis von Lernaufenthalten im europäischen Ausland. Voraussetzung ist, dass Auszubildende bzw. Fachkräfte einen Lernaufenthalt, ein Praktikum oder einzelne Abschnitte ihrer beruflichen Weiterbildung bzw. ihres Studiums im europäischen Ausland absolvieren. Seit Beginn des Projektes „Mobilität – Auslandserfahrungen während und nach der Berufsausbildung“ im Jahr 2009 haben bereits 13 Unternehmen der IHK-Region Westmecklenburg diese zusätzliche Möglichkeit in der dualen Berufsausbildung genutzt.

Präsident Thon unterstrich während des Überreichens der Europässe Mobilität besonders: „Die Berufsausbildung muss sich neuen Herausforderungen stellen und attraktiver werden. Auslandserfahrungen bereits während der Ausbildung gehören dazu.“

Ein Auslandspraktikum wird für die Teilnehmer entsprechend dem Qualifikationsprofil individuell zugeschnitten und kann durch ein Stipendium finanziell gefördert werden. Die Höhe richtet sich dabei nach Aufenthaltsort und Aufenthaltsdauer. Bei einem 4-wöchigen Praktikum ist beispielsweise ein Eigenanteil von 100 Euro bis 400 Euro vom Teilnehmer selbst zu tragen. Neben der organisatorischen Begleitung wird ein 1-wöchiger Sprachkurs, kombiniert mit interkulturellen Erfahrungen, und ein anschließender Praktikumsplatz garantiert. Der Inhalt des Praktikums orientiert sich dabei an der eingereichten Zielstellung der Auszubildenden.

„Junge Fachkräfte müssen in einer globalisierten Wirtschaft nicht nur über fachliche und persönliche Kompetenzen verfügen, sondern verstärkt auch Fremdsprachenkenntnisse und interkulturelle Erfahrungen vorweisen können. Mobilität durch einen Auslandsaufenthalt bringt daher sowohl den Auszubildenden als auch den entsendenden Unternehmen eine frühzeitige Personalentwicklung und Wettbewerbsvorteile.“ so Thon weiter.

Das KGW Schwerin nutzte das Projekt „Mobilität“ der IHK zu Schwerin auf besondere Weise. Zugeschnitten auf das Unternehmen, den Auszubildenden und den aufnehmenden Betrieben in Schweden wurde ein separater Förderantrag zur finanziellen Unterstützung für eine Gruppe von 5 Teilnehmern gestellt. Die IHK zu Schwerin sowie das IHK-Bildungszentrum organisierten das Praktikum in Zusammenarbeit für das KGW.

Dokumentiert wird das Praktikum mit dem EUROPASS Mobilität. Der EUROPASS Mobilität bestätigt die Lernerfahrungen jedes Teilnehmers. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Neben fachlichen und persönlichen Kompetenzen verfügen die jungen Fachkräfte heute über verstärkte Fremdsprachenkenntnisse und können interkulturelle Erfahrungen vorweisen“, so Thon abschließend.

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