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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Neue schwimmsportliche Ambitionen im nach-paralympischen Jahr

Ein gebürtiger Landeshauptstädter mit großen Erfolgen und weiteren Zielen

Noch vor sieben Monaten war es mächtig spannend im paralympischen Schwimmbecken in London und ein gebürtiger Schweriner war bestens dabei.
Torben Schmidtke gewann paralympisches Silber über die 100 Meter Brust. Der 24-jährige Weltrekordhalter über die 50 Meter-Brust und über die 200 Meter-Brust-Distanz und Weltranglisten-Erster 2012 über die Brust-Strecken über 50, 100 und 200 Meter, war vor sechs Jahren, von 2005 bis 2007, noch beim PSV Schwerin aktiv, wechselte dann zum Hanse-Schwimm-Club Greifswald bis 2011 und ist nun Mitglied des SC Potsdam, wobei er nach wie vor von seiner langjährigen Trainerin Dörte Paschke betreut wird.

Und mit dem erwähnten Silber gab es das erhoffte Edelmetall für Torben. Bei den paralympischen Schwimm-Wettkämpfen dominierten ansonsten China mit 58 Medaillen, davon 24 x Gold, die Ukraine mit 44 Medaillen, davon 17 x Gold, Russland mit 42 Medaillen, davon 13 x Gold, die USA mit 41 Medaillen, davon 14 x Gold, und Australien mit 37 Medaillen, davon 18 x Gold. Für das deutsche paralympische Schwimm-Team war die Ausbeute 2 x Gold, 7 x Silber, 3 x Bronze.

Im Interview: Marko Michels sprach mit Torben Schmidtke über die Saison-Vorbereitung, seinen paralympischen Wettkampf 2012 und die Ziele in dieser Saison
 
„Möchte wieder etwas Glänzendes mit nach Hause bringen …“

Frage: Die paralympischen Schwimm-Wettkämpfe liegen 7 Monate zurück. Du konntest eine Silber-Medaille gewinnen. Wie lautet Dein persönliches Resümee im Hinblick auf London?

Torben Schmidtke: Für mich waren es großartige Spiele. Ich konnte Bestzeit schwimmen und damit eine Medaille gewinnen und das ist einfach großartig. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, es war wirklich ein tolles Rennen und allein die Tatsache, sich mit den Besten der Welt messen zu können und sich einen Paralympioniken nennen zu können, ist toll.

Frage: Welche Ziele und Ambitionen hast Du für 2013? Welches sind Deine wichtigsten Wettkämpfe?

Torben Schmidtke: Einerseits sind es die Internationalen Deutschen Meisterschaften im Mai. Diese sind für uns der Qualifikations-Wettkampf für die WM im August, die auch immer recht viel Spaß machen. Andererseits folgt dann die WM in Montreal. Dort will ich natürlich versuchen, Bestzeit zu schwimmen, um wieder „etwas Glänzendes“ mit nach Hause zu bringen.

Frage: Wie sah Deine Vorbereitung auf 2013 aus?

Torben Schmidtke: Die Vorbereitung ist noch voll im Gange … Unsere Höhepunkte gehen ja erst los. Ich war im Februar mit dem Schwimm-Team aus Potsdam eine Woche im Trainingslager auf Lanzarote und dann im März/April für drei Wochen im Höhentrainingslager in Mexico mit der Nationalmannschaft.

Ansonsten wird zu Hause immer fleißig trainiert, immerhin haben wir hier sehr gute Bedienungen. Zwischendurch haben wir auch Trainingswettkämpfe, wie die Berlin/Brandenburgischen Meisterschaften oder auch die Sachsen-Meisterschaften, um den IST-Stand analysieren zu können.

Frage: Hast Du noch intensiven Kontakt zur alten Heimat, zur ehemaligen Förderschule in Schwerin, zu den Schwimm-Vereinen in Schwerin und in Greifswald?

Torben Schmidtke: Nur sporadisch. Ich war im März in der Förderschule zu Besuch und hatte eine kleine Talk-Runde mit den Lehrern und Schülern, was sehr schön war. Zum HSC oder jetzt HSG in Greifswald habe ich Kontakt zu meiner alten Trainingsgruppe. Im Januar nahm ich dort auch am 12 Stunden-Schwimmen teil und konnte in meiner Altersklasse den ersten Platz belegen. Es war klasse, einmal alle wieder zu sehen.

Frage: Wie sieht Dein Leben neben dem Schwimmbecken aus? Welche beruflichen Ziele hast Du?

Torben Schmidtke: Ich bin seit März bei der Bundespolizei als Informatiker angestellt und es gefällt mir sehr gut. Ich kann den Sport und die Arbeit perfekt miteinander verbinden, zudem macht mir meine Tätigkeit Spaß und ich habe viele nette Kollegen, die mich unterstützen.

Ansonsten versuche ich viel Zeit, mit meiner Freundin sowie mit meinen Freunden und Familie zu verbringen, die mich bei der „Sache Schwimmsport“ sehr unterstützen. Danken möchte ich hierbei noch dem Olympiastützpunkt Brandenburg (Potsdam), der Wohnungsbaugesellschaft Pro Potsdam, der Firma Amandus Kahl GmbH & Co. KG und den Potsdamer Putzteufeln.

Na dann, vielen Dank und weiterhin maximale Erfolge!


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