Neue Vorsitzende des Landesfrauenrates wird gewählt

Delegierte aus den 46 Mitgliedsorganisationen des Landesfrauenrates wählen am 10. Juni in Schwerin einen neuen Vorstand.

Aussichtsreiche Bewerberin für den Vorsitz ist die 44-jährige Eva-Maria Mertens, die im Kompetenzzentrum Frauen für Naturwissenschaft und Technik an der Fachhochschule Stralsund tätig ist. Damit würde die Führung des Landesfrauenrates erstmalig nach Vorpommern gehen.

„Aktuell bleibt das Thema Rechtsextremismus für den Landesfrauenrat“ –  so benennt Mertens einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt des Landesfrauenrates.  „Trotz einer erstarkenden demokratischen Gegenbewegung bleibt die Gefahr, dass der Einfluss rechtsextremer Kräfte in Mecklenburg-Vorpommern noch zunimmt wenn es nicht gelingt, Frauen und Männern im Land eine Zukunft zu geben. Gerade Frauen müssen in Aktionen für Demokratie und Toleranz als spezifische Zielgruppe stärker beachtet werden. Das ermutigt, um selbst gegen  rechtsextreme Einflüsse aktiv zu werden. Hierzu wir der Landesfrauenrat auch zukünftig einen wichtigen Beitrag leisten“, ist Mertens überzeugt.

Auf der Delegiertenkonferenz steht weiterhin ein Antrag von Gewerkschaftsfrauen zur Festlegung eines Mindestlohnes zur Diskussion. „Frauen sind von der Ausweitung des Arbeitnehmergesetzes und der Modernisierung des Mindestarbeitsbedingungsgesetzes  überproportional betroffen. Das Netzwerk des Landesfrauenrates mit über 200 000 Mitgliedern muss sich stark machen, dass auch mit der Einführung eines existenzsichernden Mindestlohnes, der gewachsenen Frauen- und Kinderarmut entgegengewirkt wird“ , betont Lisanne Straka im Namen der Antragstellerinnen.

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