Noch drei Tage: WM im Modernen Fünfkampf

In drei drei Tagen ist es so weit: Am 15. August 2007 werden die Weltmeisterschaften im Modernen Fünfkampf mit einem offiziellen Empfang der Delegationen beginnen.
Bis zum 21. August dann die besten Athleten aus der ganzen Welt in den fünf Disziplinen (Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Laufen) des Fünfkampfes im Berliner Olympiapark aufeinander treffen.
Ingesamt haben sich 350 Teilnehmer aus 41 verschiedenen Nationen für die WM angemeldet.
Zu den teilnehmenden Nationen gehören die Favoriten Russland, Ungarn und Italien, aber auch Athleten aus der Dominikanischen Republik und Korea werden an den Start gehen.
Die deutschen Fünfkämpfer hatten gerade in den letzten Jahren einige Erfolge zu verzeichnen, so den Weltmeistertitel 2003 im Einzel durch Eric Walther oder den Staffel-Titel des Damen-Teams 2005.

Hoffnungsträgerin Lena Schöneborn

Eine der deutschen Hoffnungen auf eine vordere Platzierung bei den WM im Modernen Fünfkampf in wenigen Tagen in Berlin ist Lena Schöneborn.

Die Junioren-Weltmeisterin des Jahres 2005 und Staffel-Weltmeisterin ebenfalls 2005 könnte aus deutscher Sicht für die positive Überraschung bei den diesjährigen Welttitelkämpfen sorgen.

Die 21jährige Studentin aus Niederkassel-Rheidt, die in der Bundeshauptstadt „Business Administration“ studiert und für den SSV Bonn startet, hat sich als erste deutsche Sportlerin (!) für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifiziert. Möglich wurde das nach ihrem hervorragenden vierten Platz bei den EM 2007.

Doch Feiern war bei der Fünfkämpferin erst einmal nicht angesagt, dafür sei für sie die WM und der Prüfungsstress zum Semesterende ganz einfach zu wichtig. Gerade bei den WM in ihrem Studienort will die internationale deutsche Meisterin überzeugen. Ein Platz unter den Top 10 soll es daher schon sein.

Als größte Konkurrentinnen betrachtet Lena Schöneborn die Teilnehmerinnen aus Polen, Italien mit Abstand auch aus England. Die ausgeglichene Pentathletin sieht ihre Stärken vor allem beim Schwimmen und Laufen.
Schießen, Reiten und Fechten haben allerdings immer viele Unwägbarkeiten.

Die einstige Schwimmerin, die ihre sportliche Karriere in der Schwimmabteilung ihres Heimatvereines in Niederkassel begann, bevor sie 2001 nach Bonn zum Modernen Fünfkampf wechselte, sieht persönliche Steigerungsmöglichkeiten vor allem beim Schießen.

Mit Sicherheit seien die Leistungen in dieser Disziplin noch ausbaufähig. Momentan stehe die WM-Hoffnung hier bei 175 bis 180 Punkte. Zehn mehr wären super. Auch beim Reiten möchte die Studentin noch stabiler werden.

Nach den WM gelte dann die Konzentration den Olympischen Spielen. Mehrere Trainingslager, darunter in der Höhe, dienen der unmittelbaren Vorbereitung. Einige Seminare an der Universität werde die intelligente Athletin aber auch belegen. „Ich brauche Beschäftigung mt dem Kopf !“, meint die angehende Ökonomin.

Aber zunächst soll die WM 2007 in Berlin ein positives Erlebnis werden !

Moderner Fünfkampf – Wegbereiter einer Sporart

Der Moderne Fünfkampf wurde in Anlehnung an den antiken Pentathlon ins olympische Programm 1912 aufgenommen. Der erste Olympiasieger war in Stockholm der Schwede Gösta Liliehook. Den einzigen deutschen Olympiasieg in dieser Sportart erkämpfte 1936 in Berlin Gotthard Handrick.

Die erste Olympiasiegerin in dieser Sportart hieß übrigens Stephanie Cook aus Großbritannien, die 2000 in Sydney siegte. Die „Magyaren“ hingegen konnten sich 1952 den ersten Mannschaftssieg bei Olympia im Modernen Fünfkampf sichern. Seit 1949 gibt es auch WM in diesem interessanten Mehrkampf. Tage Bjurfeldt aus Schweden triumphierte in seinem Heimatland. Zwischen 1955 und 1969 wurde der Moderne Fünfkampf innerhalb der GST auch in Schwerin betrieben.

Text: Marko Michels


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