Ostern aus Blick der Schweriner OB

Nachgefragt bei Angelika Gramkow


„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche…“ – ganz ähnlich wie in Goethes Gedicht beschrieben könnte ein Osterspaziergang in der „Stadt der sieben Seen“ aussehen. Natürlichh inklusive des „bunten Gewimmels“ sowie vieler „geputzter Menschen“. So zum Beispiel im Schweriner Zoo, wo wieder die obligatorische Ostereier-Suche angesagt ist. Großes Osterbasteln steht in den Schweriner Höfen auf dem Programm, im Schloßparkcenter heißt es wieder „Lebendige Ostern“ und in der Sport- und Kongresshalle lockt der „Osterhammer“. Im Freilichtmuseum Schwerin-Mueß wird Anfang April die Saison eingeläutet. Und natürlich werden um Ostern herum auch wieder viele kulturelle Angebote im Mecklenburgischen Staatstheater, im Capitol, im Speicher, im Konservatorium sowie in Schwerins Museen und Kirchen für Abwechslung sorgen.

Ostern in Schwerin… Was bedeutet das eigentlich? Und: Wie feiert die Schweriner Oberbürgermeisterin Ostern? Nachgefragt bei Angelika Gramkow

„Verbinde damit den Frühlingsbeginn, das Natur-Erwachen und natürlich einen christlichen Feiertag…“

Angelika Gramkow (Foto: Stadt Schwerin)Frage: Das Osterfest naht. Die Menschen geben sich einem Konsum-Rausch hin. Der Einzelhandel hofft auf Rekord-Umsätze… Ist aber Ostern nicht eigentlich etwas ganz anderes?! Was verbinden Sie persönlich mit Ostern?

Angelika Gramkow: Mit Ostern verbinde ich den Frühlingsbeginn, das Erwachen der Natur und natürlich einen christlichen Feiertag, den ich im Kreise meiner Familie begehe, beginnend mit dem traditionellen Osterfeuer und endend mit einem wunderbaren Brunch am Ostersonntag.

Frage: 2015 – das waren bereits drei ereignisreiche Monate – auch für Schwerin… Was waren für Sie die ersten Höhepunkte der letzten 90 Tage für die Landeshauptstadt? Was lief nicht wie erhofft? Insbesondere die vielen Baustellen nerven ja…

Angelika Gramkow: In den ersten 90 Tagen ist allerhand passiert: Wir haben die neue Schwimmhalle pünktlich übergeben. Es gab einen sehr einmütigen überparteilichen Beschluss zur Verwendung des BUGA-Überschusses von 3,5 Millionen Euro, der inzwischen an die Stadt geflossen ist. Wir haben einen neuen Zoo-Direktor begrüßt und über den neuen Intendanten für das Mecklenburgische Staatstheater entschieden. Die von vielen Eltern lang ersehnte Entscheidung zum Bau des Heine-Hortes ist gefallen. Die Verwaltung hat mit dem „Forum Schwerin“ eine neue Form der Bürgerbeteiligung ausprobiert und in einem offenen Forum die Prioritätensetzung für wichtige Fördermaßnahmen innerhalb des Stadtentwicklungskonzeptes zur Diskussion gestellt.

Schwierig war die Debatte zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Wüstmark. Hier hat die Stadt es versäumt, den Ortsbeirat rechtzeitig zu informieren, was berechtigterweise zu massiven Protesten geführt hat.

Die vielen Baustellen würde ich nicht negativ sehen, sondern als Pluspunkt verbuchen: Denn dank des lauen Winters können wir mit unseren Maßnahmen zur Straßensanierung früher beginnen. Auch der Startschuss für die Brückensanierung in der Wittenburger Straße, die ja einige Umwege zur Folge hat, ist pünktlich gefallen!

Frage: Schwerin und die Kultur(-Finanzierung) ist ja ein weitreichendes Thema… Wie beurteilen Sie die kulturelle Entwicklung Schwerins?

Angelika Gramkow: Im Leitbild „Schwerin 2020“ haben wir uns vorgenommen, Kultur und Natur als Standortfaktor in der Landeshauptstadt weiterzuentwickeln. Unser Veranstaltungskalender ist auch in diesem Jahr wieder reich bestückt. Die Ausstellungen im Schleswig-Holstein sind gut besucht.

Der Saisonauftakt im Schweriner Zoo und im Freilichtmuseum zu Ostern ist außerdem gut vorbereitet. Auch die Ergebnisse unseres Konservatoriums und der Musik- und Kunstschule Ataraxia beim Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ waren wieder hervorragend. Und die Freiluftinszenierung „La Traviata“ auf dem Alten Garten wirft schon ihre Schatten voraus. Ich freue mich, dass die Finanzierung all dieser Maßnahmen gesichert ist.

Frage: Und wie feiert eine Schweriner OB Ostern? Der „Osterhammer“ wird sicher nicht auf Ihrer Wunschliste stehen – oder?

Angelika Gramkow: Nein. Zum Osterhammer gehe ich tatsächlich nicht. Das Beisammensein mit meinen Kindern und ihren Freunden ist mit einfach wichtiger!

Vielen Dank und ein schönes Osterfest!
Marko Michels


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