Post mit Heimniederlage gegen Aurich

Nach dem Unentschieden im letzten Heimspiel gegen den Dessau – Roßlauer HV (27:27) und dem überraschenden 29:27 Auswärtserfolg beim Spitzenreiter Füchse Berlin patzte Handball-Zweitligist in eigener Halle gegen den OHV Aurich mit 29:32 (10:18) Toren.

Und dabei war das Ergebnis für die Mecklenburger am Ende noch schmeichelhaft, weil sich die Gäste acht Minuten vor Ultimo bereits überaus deutlich mit 22:30 absetzen konnten.

Schwerin (H.E.): So folgte dem Hoch von Berlin sieben Tage später das Tief des SV Post Schwerin. Eine derartige Leistungsschwankung war selbst für Trainer Norbert Henke vollkommen rätselhaft: „Wie soll man das jemanden erklären”? Eigentlich hätten darauf die Spieler in der Pressekonferenz die Antwort geben müssen. Kapitän Alexander Ladig versuchte es zuvor im Fantalk und entschuldigte sich bei einem Teil der noch anwesenden Fans für den kollektiven Blackout, von dem nur Rechtsaußen Ronald Bahr und teilweise Torwart Dennis Klockmann ausgenommen werden müssen.

Statt mit breiter Brust selbstbewusst vor den 1390 Zuschauern aufzutrumpfen, zeigte sich die Post-Sieben verunsichert und leistete in der Abwehr so gut wie keinen Widerstand. Selbst wenn man berücksichtigt, dass sich die Ostfriesen in einer bemerkenswerten Form in der Sport- und Kongresshalle präsentierten, war das Versagen der meisten Akteure nicht zu verstehen. Der OHV setzte sich nach einem 3:4 (9. Minute) Zwischenstand schnell auf 3:9 (13.) ab. Wer nun geglaubt hatte, ein Aufbäumen gegen die sich früh abzeichnende Niederlage zu erleben, sah sich getäuscht.

So nahm das Schicksal seinen Lauf. Näher als auf sechs Tore (20:26, 46.) kamen die Post-Handballer nicht heran. Die Ergebniskosmetik in den letzten Spielminuten war schließlich nur billige Makulatur. Bleibt zu hoffen, dass im nächsten Heimspiel am 18. März 2007 gegen das Schlusslicht HSG Augustdorf- Hövelhof den Anhängern nicht die Lust auf diesen Post-Handball gänzlich vergangen ist.

SV Post Schwerin: Klockmann, S. Prothmann; Wild, Witt 2, Rauch 2, Finkenstein 1, Bahr 11/4, Heinze 3, Ladig 5, Pankhofer 4, Wilk 1

Presse-Info Hannes Eichhorn, Schwerin.

Nachsatz: Beide SN-NEWS Sportreporter waren zum DVV-Pokaslfinale in Halle/Westfalen und verfolgten mit gehörigem Entsetzen das Post-Heimspiel über den Live-Ticker während des Herren Pokalfinale. Titelverteidiger VfB Friedrichshafen gewann 3:1 gegen den Moerser SC (28:30, 25:23, 25:21 und 25:18.

Zuletzt aktualisiert am 20. November 2022 um 23:51 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

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