Raum für Frieden schaffen – Bericht einer Menschenrechtsaktivistin

Vortrag am 4. November im Weltladen Schwerin

Schwerin – Der Verein Aktionsgruppe Eine Welt Schwerin lädt im Rahmen der 15. Entwicklungspolitischen Tage MV am Mittwoch den 4. November um 19 Uhr zu einem Vortrag der Menschenrechtsaktivistin Heike Kammer in den Weltladen, Puschkinstraße 18 ein. Heike Kammer wird mit Fotos und Filmclips durch Fallbeispiele die Lage bedrohter Menschenrechtsaktivist*innen veranschaulichen und den Friedensdienst der peace brigades international (pbi) vorstellen.

pbi-Aktivistinnen begleiten eine Demonstration, um Übergriffe von Polizei und Paramilitärs zu verhindern. © Julian MontoniHeike Kammer selbst hat von 1987 bis 2006 als „zivile Friedensfachkraft“ für die pbi in Lateinamerika gearbeitet. Sie selbst bezeichnete sich als „menschliches Schutzschild“. Gerechtigkeit, Pressefreiheit, Landrecht, Umweltschutz – Menschen, die für diese Rechte einstehen, werden in Lateinamerika häufig bedroht, verschleppt oder ermordet. „Die Arbeit von pbi trägt dazu bei, dass sich Menschen aktiv in ihren Heimatländern einbringen können und nicht flüchten müssen“, sagt die Menschenrechtsaktivistin, die heute im Auftrag von pbi Bildungsprojekte in Deutschland durchführt. „Denn Menschenrechtsverletzungen woanders haben immer etwas mit unserem Lebensstil hier zu tun und müssen daher zusammen betrachtet werden“, so Heike Kammer.
1999 wurde ihr als Auszeichnung ihrer Arbeit der Menschenrechtspreis der Stadt Weimar verliehen. pbi ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die in Konfliktgebieten in Lateinamerika und Nepal tätig ist.

Die Entwicklungspolitischen Tage sind eine Veranstaltungsreihe mit 114 Veranstaltungen an 23 Orten in ganz Mecklenburg-Vorpommern. An der Konzeption und Umsetzung des Projektes sind mehr als 40 Vereine und Initiativen beteiligt, die Landeskoordination liegt beim Eine-Welt-Landesnetzwerk Mecklenburg-Vorpommern. Alle Veranstaltungen in Schwerin sind zu finden unter: http://www.eine-welt-mv.de/ep-tage-2015/stadt/schwerin/


 

Das Bundesministerium für Entwicklung, der Kirchliche Entwicklungsdienst der Nordkirche, die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und die Stiftung Nord-Süd-Brücken finanzieren das Projekt.


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