Schwerin im Mittelalter – von Grafen, Fürsten und Bürgern

Die „Historischen Abende“ des Stadtgeschichts- und –museumsvereins Schwerin e. V., in diesem Jahr unter dem Motto »850 Jahre Schwerin« stehend, werden am Dienstag, den 16. Februar 2010 um 19 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus fortgesetzt. Norbert Credé wird unter dem Titel „Schwerin im Mittelalter bis zur Reformation“ die großen Züge der Entwicklung Schwerins zwischen der Stadtgründung und der Reformation aufzeigen. Der Eintritt beträgt zwei Euro, Mitglieder des Stadtgeschichts- und –museumsvereins haben freien Eintritt. Zahlreiche Abbildungen werden den Vortrag anschaulich illustrieren.

Im Anschluss an die Gründung Schwerins schuf der Stadtgründer Heinrich der Löwe durch eine rasche Besiedlung und den Aufbau einer staatlichen und kirchlichen Organisation die Voraussetzungen, das Land zu befrieden und neu zu ordnen.

Die Belehnung seines Getreuen Gunzelin mit der Grafschaft Schwerin, die Einsetzung Pribislaws, Sohn des letzten Slawenfürsten Niklot, und die Etablierung des Bischofsitzes ließen Schwerin bald nach der Gründung zum Zentrum des eroberten Landes werden. Allmählich wuchs auch die Ansiedlung am Fuß der nunmehr deutschen Burg Schwerin heran, die schließlich zur Stadt erhoben wurde. Der Dombau, die Niederlassung der Franziskaner in der Stadt, die Weitergabe des Schweriner Rechts an andere Städte und andere Ereignisse des 13. und 14. Jahrhunderts deuten auf eine relative Blüte und Stabilität in der Entwicklung hin. Doch selbst als Stadt mit eigenen Rechten blieb Schwerin immer eingezwängt zwischen der Herrschaft der Grafen bzw. späteren Fürsten sowie der Bischöfe und konnte kaum Eigenständigkeit entfalten. Anhand der spärlichen Quellen aus dieser Zeit will der Referent versuchen, ein anschauliches Bild des Lebens in Schwerin in den vier Jahrhunderten zwischen Stadtgründung und Reformation aufzuzeigen.

Mehr und mehr entwickelte sich Schwerin in den ersten Jahrhunderten von einer Ackerbürgerstadt zur Residenz der mecklenburgischen Herzöge, die sie im 16. Jahrhundert mit dem Aufbau einer zentralen Landesverwaltung zur Haupt- und Residenzstadt erhoben.

KURZINFO:

»Historischer Abend«
Termin: 16. Februar 2010, 19 Uhr, Ort: Schleswig-Holstein-Haus
Veranstalter: Stadtgeschichts- und –museumsverein Schwerin e.V.
Vortrag: Schwerin im Mittelalter bis zur Reformation
Referent: Norbert Credé, Meckl. Volkskundemuseum
Eintritt: 2,- Euro, Vereinsmitglieder frei

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