Schweriner Radsport-Verein im Aufwind

Nachgefragt bei Christian Holz

Die deutschen Radsportler haben international noch einige Saisonhöhepunkte vor sich. Da wären z.B. die 82. UCI-Straßen-Weltmeisterschaften (19. bis 27. September in Richmond/USA) oder die Welt-Titelkämpfe im Kunstradfahren und im Radball (20. bis 22. November in Malakka/Malaysia).

Natürlich stehen auch national und regional etliche Wettkämpfe an. Worauf sich die hiesigen Radler und speziell die Radsportler des Schweriner Radsport-Vereines vorbereiten, verriet uns deren Vorsitzender Christian Holz.

„Noch einige Wettkämpfe zu meistern…“

Frage: Herr Holz, wie verliefen die bisherigen Monate für Ihren Verein?

Der Schweriner Kunstradfahrer Torsten Schrödter mit der Übung ''Lenkerlage'' (Foto: Schweriner RV)Christian Holz: Die bisherigen Monate verliefen für unseren Verein sehr gut. Wir konnten im Kunstradfahren, Radball und Radtourenfahren neue Sportler aus verschiedenen Altersklassen begeistern. Bei den ersten Wettkämpfen in diesem Jahr haben wir tolle Ergebnisse erzielt. Am vergangenen Wochenende wurde von unserem Team der 21. Ländervergleich (Schleswig-Holstein, Hamburg, M-V) im Kunstradfahren gewonnen.

Im Radball konnte im bisherigen Saisonverlauf durch unser Spitzen-Duo Kamitz/Redmann leider noch nicht an die Erfolge der Vorsaison angeknüpft werden – aber die Sportfreunde trainieren hart und entsprechende Ergebnisse werden sich sicherlich wieder einstellen. Das Schöne ist, dass wir in dieser seltenen Sportart nun zwei Nachwuchsspieler trainieren.

Unsere Landesbesten im Radtourenfahren sind an den Wochenenden deutschlandweit unterwegs und sammeln fleißig Wertungskilometer und -punkte für die Jahresbestenliste. Dabei wollen wir dieses Jahr unsere Titel verteidigen und auch eine noch bessere Platzierung in der Vereinswertung anstreben – dafür suchen wir weiterhin auch immer interessierte Radsportler.

Frage: Wie beurteilen Sie das gegenwärtige internationale Leistungsvermögen im Hallenradsport? Und Welche Herausforderungen stehen regional noch auf dem Programm?

Christian Holz: Wie vergangenen Jahre gezeigt wurde, ist die Leistungsstärke der Hallenradsportler überragend. Ich gehe davon aus, dass es auch in diesem Jahr wieder viele Erfolge geben wird. In M-V sind noch einige Wettkämpfe zu meistern. Im Kunstradfahren folgen die Wettkämpfe um den Landespokal M-V und einige Sportler nehmen an den Ostdeutschen Meisterschaften (Berlin, Brandenburg, M-V, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen) teil. Im Radball beginnt dann im Herbst die neue Runde der Radball-Oberliga M-V.

Frage: Ein Blick hinüber zum Bahn- und Straßenradsport: Interessieren Sie die Wetttkämpfe ebenfalls?

Christian Holz: Der Straßenradsport ist natürlich durch die mediale Präsenz und die Erfolge deutscher Radfahrer, wie André Greipel, Marcel Kittel, John Degenkolb, Tony Martin und andere, bei internationalen Rundfahrten und Klassikern mehr im Fokus der Öffentlichkeit.

Selbstverständlich interessiere ich mich als Vereinspräsident neben unseren vereinsinternen Sportarten auch dafür und schaue auch hin und wieder bei Übertragungen zu – allerdings nur, wenn keine eigenen Vereinsveranstaltungen anstehen. Dabei ist auch die Nutzung der sozialen Medien sehr zu empfehlen, da viele Sportler, Verbände und Teams mittlerweile eine breite Öffentlichkeitswirkung darüber erzielen. Highlights, wie zum Beispiel der Stundenweltrekord des Mecklenburgers Jens Voigt auf der Bahn, werden natürlich verfolgt und machen auch ein bisschen stolz.

Vielen Dank und weiterhin bestes radsportliches Engagement!
Marko Michels


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