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Schweriner Rathaus wird in grünes Licht getaucht

Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow: „Landeshauptstadt setzt Protestzeichen gegen die Todesstrafe“

Am 30. November 2011 findet auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio bereits zum neunten Mal der internationale Aktionstag unter dem Motto: „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ statt. Im Jahr 2005 hatte die Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin mit großer Mehrheit beschlossen, dass sich die Stadt der Initiative anschließt. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow: „Mit Hilfe unseres kommunalen Eigenbetriebes Zentrales Gebäude-Management werden wir das Altstädtische Rathaus am Mittwoch, dem 30. November, wieder symbolisch mit grünem Licht anstrahlen. Denn die Farbe Grün steht für das Leben“, sagt Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. „Außerdem können sich die Schwerinerinnen und Schweriner vom 30. November bis zum 7. Dezember 2011 im Foyer des Stadthauses, Am Packhof 2-6, mit ihrer Unterschrift gegen die Todesstrafe aussprechen“, fügt die Verwaltungschefin hinzu.

Weltweit beteiligen sich in diesem Jahr mehr als 1.400 Städte in 87 Ländern, darunter 66 Hauptstädte, an der Aktion am 30. November 2011. In vielen Metropolen wird an diesem Tag ein charakteristisches Gebäude besonders beleuchtet – in Rom das Kolosseum, in Brüssel das Atomium, in Aachen das Ponttor, in Würzburg die Festung, in Berlin der Rathausturm oder in Nürnberg die Straße der Menschenrechte. Mit diesen Gesten und einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen wollen die Organisatoren ihren Protest gegen die Unmenschlichkeit der Todesstrafe zum Ausdruck bringen. In Deutschland ist die Zahl der beteiligten Städte in diesem Jahr auf 132 angestiegen.

Mittlerweile wenden 141 Staaten der Erde die Todesstrafe nicht mehr an und nur eine Minderheit von 58 Staaten übt diese Praxis noch aus. In den vergangenen 13 Jahren, seit die Gemeinschaft Sant’Egidio eine besondere Kampagne mit einem Appell für ein weltweites Moratorium initiiert hat, hat sich das Zahlenverhältnis zwischen den Ländern mit und ohne Todesstrafe deutlich verändert. Es zeigt sich global immer eindeutiger ein Trend zur Abschaffung.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine christliche Laienbewegung mit 60.000 Mitgliedern in 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Sie hat unter Beteiligung zahlreicher Organisationen die Aktion „Städte für das Leben“ gegründet. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Weitere Informationen unter www.santegidio.org

Quelle: Landeshauptstadt Schwerin


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