Sonderausstellung „Mecklenburg und der 1.Weltkrieg“ öffnet am 1. August ihre Pforten

Schleswig-Holstein-Haus : Sonderausstellung „Mecklenburg und der Erste Weltkrieg“

Der Erste Weltkrieg verursachte einen gravierenden Einschnitt in die moderne Geschichte. Jedoch lässt sich ein Defizit an öffentlicher Aufmerksamkeit und besonders an regionalen Informationen zu diesem Thema feststellen. Genau hier soll die Sonderausstellung  „Mecklenburg und der Erste Weltkrieg“, die ab dem 1. August täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr im Schweriner Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12, zu sehen ist, ansetzen.

Ziel der Ausstellung ist es, die Hintergründe und Zusammenhänge der allgemeinen Entwicklungstendenzen vor, während und nach den Kriegsjahren, mit einem deutlichen Blick auf die Regional- und Landesgeschichte Mecklenburgs, zu veranschaulichen.
Eine Vielzahl ausgewählter Überlieferungen soll die Situation in Wirtschaft und Politik, aber auch im Alltagsleben und an der Kriegsfront reflektieren. Die Kriegsschauplätze waren weit entfernt und doch war der Krieg jedem ganz nahe!

90 Jahre Kriegsende: Das bietet durchaus Anlass für eine derartige Ausstellung. Darüber hinaus ist es an der Zeit, dieses für Mecklenburg nur partiell aufgearbeitete Thema  weiter in das wissenschaftliche, museale und geschichtsvermittelnde  Interessenfeld zu rücken. Bis heute steht der Erste Weltkrieg als folgenschwere Ursache für den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auch hierzulande im Schatten der NS-Zeit.

Diese „Interessensschranke“ soll durch ausdrucksvolle und inhaltsreiche Zeitzeugnisse durchbrochen werden. Zahlreiche Museen und Archive des Landes Mecklenburg-Vorpommern können umfangreiche Sammlungsbestände, Foto-, Druck- und Schrift- quellen aus der Zeit 1914 bis 1918 und darüber hinaus vorweisen. Die Ausstellung soll einen Impuls zur weiteren Aufarbeitung dieser Bestände und deren wissenschaftliche Vernetzung vermitteln. Diesbezüglich wird die Exposition als Wanderausstellung konzipiert und gibt allen musealen und institutionellen Leihnehmern die Möglichkeit, eigene Bestände der Kernausstellung beizufügen, woraus sich ein besonders interessantes Lokalkolorit ergibt. Schwerin als Residenz- und Garnisonsstadt ist ein geeigneter Ausstellungsort, zumal von hier aus wichtige Entscheidungen für die Region getroffen worden sind.

Hinsichtlich des Umfanges und des wissenschaftlichen Diskussionsbedarfs dieses Themas lassen sich im Rahmen der Ausstellungsbedingungen lediglich begrenzte Aussagen treffen.

Diese sind jedoch durch ganz konkrete und für Mecklenburg zum Teil erstmals gezeigte Quellen und Exponate belegt. Die Ausstellung möchte wirkungsvoll die Erinnerungskultur des Ersten Weltkrieges aus einer speziellen regionalen  Perspektive aufzeigen.
Somit werden Ursache, Verlauf und Auswirkung der Kriegszeit in Mecklenburg nicht chronologisch aufgezeichnet, sondern durch explizit ausgewählte Einzelthemen dargestellt. Dadurch sollen dem Besucher Denkanstöße und Impulse zur Beschäftigung mit dem Thema Erster Weltkrieg – besonders für die Region Mecklenburg – vermittelt werden.
Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Dezember zu sehen.


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