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Schwerin-NEWS.de Nachrichten-Archiv

Spitzenkünstler aus New York in der Schelfstadt

Das Lincoln Center zu Gast in Schwerin

David Finckel Am Freitag, dem 10. September ist die Chamber Music Society of Lincoln Center New York zu Gast in der Schelfkirche in Schwerin. Wu Han (Klavier), David Finckel (Violoncello), Anne-Marie McDermott (Klavier) und Arnaud Sussmann (Violine) spielen im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit Preisträgern der Festspiele MV Daniel Hope (Violine), Philip Dukes (Bratsche) und Josephine Knight (Violoncello). Auf dem Programm stehen Werke von Dvořák, Corigliano, Jalbert und Gottschalk.

Das Konzert ist Teil der Reihe Hope’s Music, für die unser Künstlerischer Partner Daniel Hope seine vielfältigen Kontakte zur internationalen Künstlerszene eingesetzt hat. Das Projekt bezeichnet bereits den zweiten Brückenschlag zwischen Amerika und Mecklenburg-Vorpommern in dieser Saison. In einer einzigartigen Probenwoche erarbeiten die Künstler aus Übersee zusammen mit Preisträgern der Festspiele MV ein Programm, das sie u. a. an diesem Abend präsentieren.

The Chamber Music Society of Lincoln Center ist eine von zwölf künstlerischen Bereichen des Lincoln Centers – der größte Komplex für darstellende Künste weltweit. Zusammen mit den anderen Teilbereichen wie dem New York Philharmonic, dem New York City Ballet, dem Lincoln Center Theater und der Metropolitan Opera hat die Chamber Music Society ihren Sitz in der Alice Tully Hall im Lincoln Center. Durch ihre Auftritte, Lehrprogramme und Aufnahmen führt die Society mehr Menschen an Kammermusik heran als andere Organisationen ihrer Art.

Drei Grammy-Nominierungen, vier Echo-Klassik-Preise, acht preisgekrönte Alben innerhalb von drei Jahren, von 2002-2008 jüngstes Mitglied des legendären Beaux Arts Trios und volle Konzertsäle auf der ganzen Welt – Geiger Daniel Hope steht ganz oben im internationalen Musikgeschäft. Mit elf Jahren nahm sich Yehudi Menuhin seiner an und führte mit ihm Bartók-Duos für das deutsche Fernsehen auf. Seitdem verband die beiden Musiker eine enge Freundschaft, die sich u. a. in 60 gemeinsamen Konzerten niederschlug. Heute steht er als Preisträger und künstlerischer Partner an der Seite der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern.

Philip Dukes konzertiert mit allen wichtigen britischen Klangkörpern, darunter die Orchester BBC Philharmonic, London Philharmonic, City of Birmingham Symphony, Royal Philharmonic sowie die London Mozart Players. Der Bratscher ist außerdem regelmäßiger Gast bei den BBC Proms. Neben seinen Verpflichtungen als Solist lehrt Philip Dukes als Professor an der Royal Academy of Music in London und an der McGill University in Montreal. Außerdem wirkt er als Künstlerischer Leiter beim Festival International de Musique de la Hague in Frankreich. 2006 wurde Philip Dukes aufgrund seines großen internationalen Erfolgs zum Fellow of the Guildhall School of Music and Drama ernannt und erhielt 2007 außerdem den Titel Honorary Associate of the Royal Academy of Music.

Josephine Knight konzertierte bereits mit so hervorragenden Orchestern wie BBC Scottish Symphony Orchestra, BBC National Orchestra of Wales, BBC Philharmonic und dem Royal Liverpool Philharmonic unter der Leitung renommierter Dirigenten wie Vasily Petrenko, Christian Zacharias, Richard Hickox, Rumon Gamba und Kasper de Roo. Ihre Einspielung von Cello-Konzerten des 18. Jahrhunderts mit dem English Chamber Orchestra hielt sich wochenlang in den Top Ten der Klassikcharts und wurde international von der Kritik gefeiert. Als Solistin und Kammermusikpartnerin arbeitet Josephine Knight regelmäßig mit internationalen Größen wie Daniel Hope, Maxim Vengerov, Lisa Batiashvili und Michael Tree (Guarneri Quartet) zusammen. Daneben ist sie Mitglied des Pizarro Trio, mit dem sie für Konzerte um die Welt reist. Einladungen führen die Cellistin zu angesehenen Festivals nach Savannah, Salzburg, Gstaad, Bonn und Schleswig-Holstein.

Neben zeitgenössischer Musik von Corigliano, O’Connor und Jalbert erklingt auch Gottschalks Klavierstück „L’Union“ aus dem Jahr 1862, in dem der Komponist neben der amerikanischen Nationalhymne auch „Yankee Doodle“ und „Hail Columbia“ zitierte. Die Paraphrase ist sein Tribut an den Sezessionskrieg, in dem er trotz seiner Südstaaten-Herkunft auf der Seite des Nordens stand, also Unionist war. Als großer Europäer erklingt Dvořák, dessen Klavierquintett op. 81 sich neben Klavierquintetten von Schumann und Brahms in die Trias der bedeutendsten Werke dieser Besetzung im 19. Jahrhundert einreiht. In diesem Quintett verschafft sich wieder der slawische Tonfall Geltung, der in den Werken der 1880er Jahre etwas zurückgetreten war.

Die heute einzige stilreine Barock-Kirche West-Mecklenburgs wurde von 1708 bis 1713 nach Plänen von Jakob Reutz erbaut und ist Nachfolger der um 1238 gestifteten Kirche St. Nikolai. Der gotische Vorgängerbau wurde jedoch um 1705 abgetragen, weil er offenbar sehr baufällig war. In der Gruft ruhen Mitglieder des großherzoglichen Hauses Mecklenburg-Schwerin, darunter die 1735 verstorbene Sophie Louise, zweite Königin von Preußen.

Karten für das Konzert, das Programm der Saison sowie alle weiteren Informationen sind im Internet unter www.festspiele-mv.de, telefonisch unter 0385 – 591 85 85 und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Konzertbeginn. Die Abendkassengebühr beträgt 2,- Euro pro Karte.

Programm
Fr. 10.09., 19:30 Uhr
Schwerin, Schelfkirche
Hope’s Music
Chamber Music Society of Lincoln Center New York
Wu Han, Klavier
David Finckel, Violoncello
Anne-Marie McDermott, Klavier
Arnaud Sussmann, Violine
Daniel Hope, Violine, Künstlerischer Partner
Philip Dukes, Viola, Ensemblepreisträger 1998
Josephine Knight, Violoncello, Ensemblepreisträgerin 1998
J. Corigliano: “Fancy on a Bach Air” für Violoncello solo
L. M. Gottschalk: The Union für Klavier solo op. 48
M. O’Connor: Jig für Violine und Viola
P. Jalbert: Klaviertrio
A. Dvořák: Klavierquintett A-Dur op. 81
Preise: € 40,-/30,-/18,-
Mit freundlicher Unterstützung der A-ROSA Flussschiff GmbH


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