Stadt hat auf Notstand nicht ausreichend reagiert

UB-Fraktion: Badeaufsicht für Strände in der Stadt muss neu ausgerichtet werden

Silvio Horn (Foto: UB)Außerordentlich positiv bewertet die Fraktion Unabhängige Bürger, dass sich ca. 20 Freiwillige in der Stadt nach dem Badeunfall in Zippendorf für eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer bei DRK gemeldet haben und die Kurse in Kürze beginnen. „Es freut uns, dass sich Menschen für dieses Ehrenamt bereitfinden und mithelfen wollen, die Strände in der Stadt sicherer zu machen. Allerdings sind wir der Meinung, dass sich grundlegend einiges ändern muss. Wir verkennen dabei nicht, dass es in erster Linie in Verantwortung jedes Einzelnen – insbesondere der Eltern von Kindern – steht, dass keine Badeunfälle passieren“, erklärte Fraktionsvorsitzender der Silvio Horn.
Veränderungen notwendig seien bei Einordnung der Aufgabe der Stadt, bei der Finanzierung und bei der Abarbeitung von Vertragsstörungen.

„Die Sicherheit der Badenden an städtischen Gewässern zu gewährleisten, kann nicht komplett auf Freiwillige abgewälzt und zudem noch unzureichend finanziert werden. Hier muss darüber nachgedacht werden, dies künftig als Pflichtaufgabe der Stadt einzuordnen. Des Weiteren muss das die Stadt bei Störungen anders reagieren. Wenn die Badeaufsicht durch Freiwillige Träger – wie aktuell leider geschehen – nicht abgesichert werden kann und diese Information der Stadt auch noch nachweislich vorliegt, muss die Oberbürgermeisterin und ihr Apparat aktiv werden. Es reicht keinesfalls aus, die Information dazu einfach zur Kenntnis zu nehmen und dann, wenn ein Badeunfall passiert ist, auf allgemeine Baderegeln zu verweisen. Eltern vertrauen beispielsweise darauf, dass die drei bewachten Badestellen in Zippendorf, am Lankower See und in Kalkwerder bewacht sind und lassen ihre Kinder in den Ferien dort allein baden gehen“, sagte Horn mit Blick auf eine Antwort von Oberbürgermeisterin Gramkow auf eine Fraktionsanfrage.

Eine unverzügliche Information der Öffentlichkeit sei das Mindeste, was die Stadt hätte leisten können, wenn ein solcher Notstand bei der Personalausstattung des beauftragten Trägers vorliege. Eine Information der politischen Gremien sei vorliegend ebenfalls unterblieben. „Jede Baustellenampel wird von der Oberbürgermeisterin durch die Pressestelle der Stadt den Fraktionen zur Kenntnis gegeben, wenn aber Probleme bei der Badeaufsicht bestehen, gibt es keine Hinweise. Das kann so nicht richtig sein!“ Ein weiterer Kritikpunkt ist nach Auffassung der Unabhängigen die Aufwandsentschädigung. „15 Euro pro Tag sind angesichts des zeitlichen Aufwandes und mit Blick auf die große Verantwortung der Rettungsschwimmer weder zeitgemäß noch angemessen. Hier müssen über den Haushalt, das Land und ggf. auch über städtische Stiftungen neue Wege gefunden werden“, so Horn abschließend.

 

Quelle: UB


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